Atme (bewusst), dann wird es leichter“

Dieser Satz – dieser Rat – begegnet uns ja überall auf unserem Weg. Und wie oft haben wir ihn befolgt, wenn uns Situationen im Außen herausgefordert haben und unsere Gefühle uns zu übermannen drohten.
(→ Über–mann–en → ein `
Mann´ droht, sich über mich zu stellen – hm...Ablenkung :-P )

Doch inzwischen habe ich bemerkt – ist mir so deutlich klar geworden, dass uns dieser Satz – das `befolgen´ des Rates dazu führt, uns von den aufsteigenden Emotionen (wieder) abzulenken.
Denn sobald Ich mich auf meinen Atem fokusiere, fühle Ich nicht mehr weil Ich bewusst `in den Kopf´ gegangen bin...
→ Was tun wir, wenn die Angst kommt?
Genau – ganz instinktiv, ganz automatisch holen wir Luft – atmet der Körper tief ein → er wappnet sich `für´ das was kommt.

„Atme, dann wird es leichter“ ist nichts weiter, als eine Aufforderung, meine Gefühle jetzt (wieder noch) nicht zu fühlen.
Und indem Ich mich bewusst auf das Atmen besinne – (Es macht es leichter in diesem Moment, ja, keine Frage), schwäche Ich das Gefühl, das so dringend gefühlt weden will → Ich lenke meine Wahrnehmung ab. Ich entziehe dem Gefühl die Kraft – die `Daseinsberechtigung´!

Der Atem ist (mir) in diesem Moment wichtiger. Doch `leichter´ wird es eben auch nur für diesen Moment wo Ich mich von der aufsteigenden Emotion abgelenkt habe, wo Ich Sie wieder verdrängt, nicht beachtet habe. Ich habe mein Innerstes in diesem Moment NICHT beachtet, verdrängt → mich selbst verdrängt...

Doch die Emotionen kommen irgendwann wieder – und meist intensiver …
Der Atem fließt unaufhörlich ohne (!) mein bewusst sein Seiner in meinen Körper und wieder heraus. Doch mein Innerstes `braucht´ meine bewusste Aufmerksamkeit um ins Fließen zu kommen. Vor allem aber brauchen meine Gefühle meine uneingeschränkte An(teil)nahme!
nimm sie als einen Teil von mir an !
So bringe Ich sie in Fluss. So lösen sich die Energieblockaden in mir. Die Kraft – die unermesslich kraftvolle Energie, die in meinen (verdrängten) Gefühlen steckt, kann mir nur zur Verfügung stehen und dienen, wenn Ich sie annehme und fühle.

 


Also – es gibt eine Zeit auf unserem (spirituellen) Weg, wo das bewusste Atmen, die Konzentration darauf uns in Akutsituationen sehr helfen kann. Doch wenn wir nicht `hängen´ bleiben wollen und uns weiter ent-wickeln (wollen), dürfen/werden wir aufhören, das Bewusstsein, unseren Geist, auf unseren Atem zu lenken – wenn wir heilen und in unsere ureigene Kraft treten möchten, werden wir beginnen, die Gefühlswallungen endlich wahrhaft zu fühlen, wenn sie kommen !
Der Körper atmet ganz selbstständig das mehr an Luft ein, das Er brauchst, um `durch zu kommen´.

In Liebe für dich

© Monika Anasha

 27.April 2018

 


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