Bildquelle mir unbekannt
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Freiheit gegen Zwang

 

 

Die Welt ist so voller Nebel… Die Menschen schlafen und selbst wenn sie langsam aufwachen - ein bisschen durch die Schleier sehen können oder auch schon erkennen, was ist - wie es in ihrem Leben aussieht – in ihrer Illusion – so verweigern viele sich noch dem Bild hinter dem Schleier. Sie erkennen zwar, dass sie in absichtlich erschaffenen Strukturen und Systemen, die dazu dienen, sie zu unterdrücken und auszusaugen leben, doch sie weigern sich noch dagegen, dem Blick hinter die Schleier standzuhalten. Das Bild offen aufzunehmen – anzunehmen. Wagen es nicht, es für wahr zu halten, oder sind einfach nicht im Stande dazu …

In einem Gespräch mit meinem Therapeuten erkannt …

Mich wieder einfügen ins System – daran zu denken, wie ich dies erreichen kann -

Alle müssen wir ja arbeiten… ( eine Forderung der `normalen´ Gesellschaft)

 

Hm… nun, dazu kann ich nur noch sagen: „Müssen ???“

- Arbeiten – ich wirke mit meiner `Arbeit´, weil ich es aus dem Herzen heraus mit Freude und Liebe mache… Niemand „muss“ sich einem System unterwerfen, das jeden Krank macht…

Wer `seine´ Welt so sieht – glaubt, dass er so `muss´ - dann ist das seine Sicht und freie Entscheidung. Es ist absolut verständlich, wenn man aus Angst vor einer unsicheren Zukunft oder weil jemand seine Familie zu versorgen hat, den Blick nicht öffnen kann, es nicht wagt. Es steht jedem frei, in diesem System weiter zu `arbeiten´, zu bleiben.

Doch dann kann und darf ich in dieser Angst nicht jene be- und verurteilen, die frei von dieser Angst den Schritt aus den Machtstrukturen wagen und sich entschieden haben, ihrem eigenen Weg zu folgen.

Wir leben in diesen Zwängen, weil wir uns unbewusst in diese Zwänge begeben haben. Doch wer sich der Zwänge bewusst wird, (und das ist den meisten inzwischen längst bewusst) sich aber außer Stande sieht, sich derzeitig daraus zu befreien – sich somit weiterhin `freiwillig´ den Zwängen unterwirft, sich den Strukturen, dem systematisch geforderten Normen anpasst,

DARF NICHT VERURTEILEN !!!

Wenn ich mich aus meinem freien Willen bewusst für etwas entscheide, darf ich niemanden verurteilen, der sich aus seinem freien Willen anders entscheidet!

Die folgenden Worte klingen zwar hart, doch es ist nun mal die Wahrheit.

Wer hier andere Verurteilt, dass sie frei von staatlichen und institutionellen Zwängen leben (wollen), der liefert sich selbst seiner Angst aus und bringt nicht den Mut ins Vertrauen auf, es jenen gleich zu tun, obwohl, wie jeder unumwunden zugeben darf, er/sie selbst frei davon sein möchte. Die Verurteilung, dass jene ihre Freiheit auf Kosten des Staates und somit auf Kosten des Volkes – auf Ihre Kosten! – leben, resultiert aus tiefem Neid, dem tiefsten Wunsch im inneren, selbst frei sein zu wollen vom „müssen“.

Und gerade diese Angst des Volkes, mittellos da zustehen, wenn sie keine Arbeit haben oder Krank sind, hat dieses System erschaffen - die sozialen Stellen, die die Mittel allen bieten, die sie brauchen und so auch jenen den Übergang erleichtern, die ihren eigenen Weg erkannt haben und ebnen und sich den Strukturen entziehen.

Sicher gibt es jene, die diese sozialen `Zuwendungen´ benutzen, um sich `eine schöne Zeit´ zu machen und gar nichts tun wollen. Doch selbst diese Menschen kann und darf man nicht verurteilen, die diese Möglichkeiten auf diese Weise in Anspruch nehmen, wenn wir selbst dazu beigetragen habe, dass diese Möglichkeiten überhaupt zur Verfügung stehen. Das kollektiver Bewusstsein – dass Staatsbewusstsein, dem jeder von uns angehört, hat diese `Sicherung´ gefordert und erschaffen.

Wie kann ich da verurteilen, dass es auch in Anspruch genommen wird?!

Ist es nicht so, dass jeder, der andere verurteilt, schnell mit Verteidigung beginnt, wenn er selbst in diesen Anspruch kommt? Seine Sicht sich sooo schnell darüber ändert, wie die Fahne sich im Wind dreht?

Betrachten wir die Dinge doch ein bisschen bewusster…

Mit etwas mehr Abstand und Objektivität und nicht `nur´ aus unserer jeweiligen persönlichen Position heraus. Denn ist es nicht so, dass wir ohne unsere jeweilige derzeitige Position, wo und wie auch immer diese ist, alle gleich sind???



Wer oder was bist du, wenn du keine Arbeit mehr hast?

Wer oder was bist du, wenn du krank zuhause bist?

Wer oder was bist du, wenn du gerade kein Geld mehr hast?

Wer oder was bist du, wenn du keinen Fernseher, kein Auto, kein Haus mehr hast?

Wenn du NICHTS mehr hast???

 

Wenn ALLE ohne irgendetwas nackt vor dir stehen,

so wie du selbst ohne alles BIST…

Wer oder was bist du dann in Bezug auf alle andern???

 

Die Wahrheit ist – du bist nicht mehr und nicht weniger als all die anderen nackten Seelen –

Der Unterschied liegt allein darin, wie du es – dich – siehst. Ob du es wagst, dich nackt zu den anderen zu gesellen. Ob du es erkennst und tatsächlich begreifst und dich letztlich dazu `be´-kennst, dass du ebenso nackt bist wie all die anderen und nichts zu verlieren hast.

Wir alle sind im Grunde gleich – auch wenn wir es nicht sind – dies ist kein Gegensatz. Es ist das herrliche Wunder das uns eint, aber auch jeden für sich selbst SEIN lässt. Unterscheiden tun wir uns nur über unsere Sichtweise, unsere Gedanken, Gefühle und die Handlungen, die Re-Aktionen auf andere – auf alles.

Nun – wer will schon genauso sein wie jeder andere! Doch das ist das Dilemma:

Wir verlieren uns selbst, weil wir mit allen Mitteln versuchen uns von allen anderen zu unterscheiden, zu trennen; schneller, besser, größer, reicher, schöner zu sein. Doch im tiefsten inneren wissen wir, dass dies unmöglich ist. Aus dem tiefsten Inneren suchen wir letztlich nur die Einheit, die uns aus diesen Zwängen befreit. Wir sind alle gleich und doch ist jeder einzigartig in seinem SEIN. Wie gesagt, das ist kein Gegensatz -

Wenn wir dies erkannt haben, fällt der Druck, der Zwang von uns ab, sich in Konkurrenz mit anderen zu begeben. Sich beweisen zu wollen. Etwas SEIN zu wollen, zu `müssen´….

 

Du bist, der/die du bist

Einzigartig in deinem Sein

Eins mit allem was ist

 

Ich bin, der/die ich bin

Einzigartig in meinem Sein

Eins mit allem was ist

 

Erkenne ES, erkenne dies an – erkenne DICH an – und du bist auf dem Weg in deine Freiheit.

 

Unzufriedenheit, Ärger, Neid, Eifersucht, Verurteilung sind die ersten Stufen, mit denen uns unsere Seele aufmerksam macht, dass wie unser Leben in Illusion leben. Dass wir uns von unserer Einheit mit allem was ist getrennt haben. Denn diese Empfindungen resultieren allein aus dem tiefsten Wunsch, dem tiefen Sehnen danach, frei zu sein und ohne jeglichen Mangel in Liebe, Frieden und Glück vereint zu leben.

Jegliche Krankheiten und alle psychischen Störungen, wie Burn out, Depressionen, Anpassungsstörungen, Erschöpfungszustände sind nichts anderes als die stärksten „Mittel“ unserer Seele, uns auf unsere vehemente Selbstverleugnung hinzuweisen. Diese Zustände sind ein Hilfeschrei der Seele, die sich/dich endlich von den Zwängen, die du dir selbst durch die gesellschaftlichen Normen und das kollektive Bewusstsein auferlegt hast, befreien will. Du bist gezwungen, stillzustehen, in dich zu gehen und dich - dein Sehnen zu erkennen und ihm, deiner Seele nachzugeben – ihr zu folgen.

Der Mensch muss oft erst durch Krankheit, Schmerz, psychische Leiden und jeglichen Verlust in die Knie gezwungen werden, um aufzuhorchen was er mit sich und in seinem Leben macht…

Dabei wäre dieses Leiden absolut unnötig. Die Gefährdung der Gesundheit nicht notwendig, wenn wir alle die ersten Anzeichen erkennen und beachten würden. Sie hinterfragen – unsere Motivation anhand ihrer überprüfen würden. Wir leben in diesem unserem persönlichen Leben so, wie wir leben – es empfinden – weil wir es selbst so erschaffen haben, durch das kollektive `Un´-bewusstsein und unser eigenes persönliches `Un´-bewusstsein!

Dies zu erkennen, dazu sind wir aufgefordert! Dann sind wir auch in der Lage durch unseren persönlichen Bewusstseinswandel das kollektive Bewusstsein zu verändern und so werden sich auch die strukturellen, systematischen und organisierten Zwänge auflösen.

Und auch die Urteile über alles und jeden haben keinen Halt mehr, wenn wir erkennen, dass wir die Schöpfer all dessen waren…

 

Erkenne deine persönliche Macht für DEIN Leben und nutze sie

Und du veränderst unser aller Leben – ganz nebenbei –

 

 

In Liebe und Dankbarkeit

© Monika Anasha - 2. Juli 2014