Kritik und Verurteilung

 

Was du nicht willst, was man die tu, das füge auch keinem anderen zu“

 

Auf einer gewissen Ebene bezieht sich dieser Spruch auf den Schöpfungsprozess. Wir wissen inzwischen, dass wir – einfach gesagt – uns anziehen was wir ausstrahlen…

Nun, Kritik und Verurteilung – wie stehst du dazu? Oder, was hältst du davon? Oder, wie ‚verhältst‘ du dich in Bezug darauf?

 

Jeden Tag werden wir mit Kritik und Be- oder Verurteilung konfrontiert. Sei es im familiären Umfeld, im Freundeskreis, in der Arbeit oder wir werden aus den Medien damit überschüttet. Und viel zu oft neigen wir selbst dazu oder lassen uns dazu verleiten, andere zu beurteilen. In diesem Fall greift das Spiegelgesetz, das uns etwas über uns zeigen will…

 

Bist du dir bewusst über deine Verhaltensweisen oder das Verhalten der anderen?

Was verleitet dazu, sich so zu verhalten? Woran liegt es, dass viele Menschen es beinahe schon als Hobby betreiben, sich über alles und jeden ein Urteil zu bilden?

Ist dies nicht eine geniale Ablenkung von der eigenen vermeidlichen „Unscheinbarkeit“. Es muss nicht über das eigene Leben nachgedacht werden, über die eigenen ‚Leichen im Keller‘ … die Wunden der Seele, die zu diesem vermeidlichen Verhalten führen.

 

Sich selbst und das eigene Verhalten kritisch betrachten und auf den Grund zu gehen, ist hier angebracht. Zu sich selbst finden und erkennen – in die Selbstliebe finden.

 

Was führt die Menschen dazu sich ‚über‘ andere ‚her‘ zu machen? Es hat sich schon zum beliebten „Volkssport“ entwickelt ohne dass sich irgendjemand darüber Gedanken macht…

Auf tieferer Ebene aber wird durch diesen ‚Volkssport‘ die eigene Unzulänglichkeit unbewusst ‚versteckt‘. Es wird munter über alles und jeden geredet, geurteilt, kritisiert – über andere ‚hergezogen‘.

Was treibt die Menschen dazu an?

Keinem ist es angenehm, kritisiert oder verurteilt zu werden und auch ist es für viele unangenehm, ständig zu hören, wie andere verurteilt und kritisiert werden.

Wie ist deine Einstellung dazu? Wie siehst du diesen ‚Volkssport‘ und wie reagierst du darauf?

Schaust du weg – wendest dich davon ab, weil es dich nicht (be-)trifft? Oder verfällst du selbst in Kritik über jene, die den Volkssport betreiben?

Auch gibt es viele die sich schnell mit ‚reinziehen‘ lassen und sich beteiligen.

Sind dir die Mechanismen, die Motivationen, die dahinter liegen, klar?

Hier wirkt das Spiegelgesetz, wie ich schon erwähnt habe.

Aber was liegt nun dahinter, dass die Menschen so gerne über andere ‚reden‘ anstatt sich um sich selbst zu kümmern?

Wie ich es drehe und wende, ich komme bei jedemThema, das ich behandle auf dieselben Nenner.

Den Menschen ist es zum einen nicht bewusst und dann zum anderen zu unangenehm, sich um die eigenen ‚Unzulänglichkeiten‘ und Angelegenheiten zu kümmern. Wer sich selbst zu gering schätzt, mit sich selbst nicht ‚im reinen‘ ist, lenkt sich und andere davon ab, indem er über ‚Gott und die Welt‘ lästert um sich dadurch besser zu fühlen.

Fühlt man sich tatsächlich besser, wenn man andere kritisiert, verurteilt? Wenn man andere als geringer dastehen lässt, als man sich selber fühlt?

Der Punkt ist, dass die wenigsten sich darüber bewusst sind was sie tun und noch weniger sind sich klar darüber, warum sie es tun…

Doch gehe ich der Kritik auf die Spur, werden die Beweggründe schnell offensichtlich. Das, was an anderen kritisiert wird sind Verhaltensweisen, Aussagen, Aussehen und oft genug einfach nur die andere Meinung und Mentalität, die man selbst verleugnet – wie man selbst nie aussehen, sprechen oder sich verhalten will. Meinungen, die man niemals teilen will und Mentalitäten, die man nicht verstehen will.

Ich sage bewusst „nicht will“, weil man sich gar nicht die Mühe macht, dahinter zu blicken, anzuschauen was und warum andere sind, wie sie sind. Sie werden einfach abgelehnt.

Was ich kritisch ‚be-merke‘, trifft in mir auf Resonanz. Es ist tief in mir etwas, das da reagiert, was ich aber nicht wahrhaben will. Ich verleugne es und will nichts damit zu tun haben. Dies wird mir dann im Außen durch eben jene Menschen, die mir mit eben diesem Verhalten, Aussehen etc. entgegentreten gezeigt.

Die eigene Kritik, die Urteile über andere zeigt nichts weiter, als dass tief im inneren etwas existiert, das erkannt und akzeptiert werden will!

Solange dieses Erkennen – die eigene Abwehr gegen sein innerstes, nicht stattfindet – nicht ‚erfahren‘ wird, dass man sich selbst kritisiert, wird man immer weiter auf die gleiche Weise „re-agieren“.

Zum Beispiel ein hauptsächlich, aber nicht nur, unter Frauen großes Thema:

Gewicht und Aussehen

Wenn eine „zu dicke“ Frau (oder Mann) beurteilt wird, zeigt das nur, dass man mit dem eigenen Körper nicht zufrieden ist, ihn nicht annimmt wie er ist, sondern auch noch, zum Teil zwanghaft versucht (zuweilen mit fragwürdigem Erfolg, wenn überhaupt) schlank zu bleiben.

Wenn das Aussehen, der Kleidungsstiel oder das Make-up anderer kritisiert wird, zeigt dies ebenso eine tiefe Ablehnung gegen das eigene innere Empfinden und es lässt sich auch hier feststellen, dass diszipliniert darauf geachtet wird ‚vernünftig, anständig und dezent‘ aufzutreten. Wobei in tiefen inneren der Wunsch vorhanden ist, sich ebenso ungezwungen geben zu können wie ‚diese‘ anderen. Die Unzufriedenheit mit sich selbst, dass man diese Schranken nicht zu überschreiten wagt (ganz einfach aus gesellschaftlichen Erwartungen) und der Neid, dass ‚diese anderen‘ einfach so sind, führt zur kritischen Be- und Verurteilung derer…

Weitere vielfältige Beispiele und deren Hintergründe für Kritik und Verurteilung ließen sich hier unendlich weiter aufzählen und in entsprechenden weiteren Artikeln werde ich bei Zeiten darauf näher eingehen.

Der Kern dieses kritischen Verhaltens jedoch begründet sich immer auf den gesellschaftlichen Normen, den jahrhundertelange Forderungen nach Anpassung und Fügung ins „Allgemeinbild“.

Jeder der sich daraus hervorhebt, nicht in die gesellschaftliche Norm passt, wird „be-urteilt“ und kritisiert.

Die Gesellschaft hat ein Bewusstsein geschaffen, das niemanden seine Individualität frei leben lässt, niemanden frei ‚Sein‘ lässt. Auf diese Weise ist eine tiefgreifend ablehnende, unzufriedene, kritisierende und verurteilende Gesellschaft entstanden die sich für alle noch so geringen Unterschiede „be-kriegt“!

 

Machen wir uns diese Tatsache endlich bewusst!

Kritik und Urteil resultieren aus der eigenen Unfreiheit, aus eigenen Ur-verletzungen der Psyche. Aus der Diskrepanz zwischen der konditionierten Sicht über unser ‚Sein- sollen‘ und unseres inneren ‚Sein-wollen‘.

Jeder will frei seine Individualität leben und darf es auch. Doch geht dies nicht, solange sich den gesellschaftlichen Normen unterworfen wird. Diese Unterdrückung des eigenen Sein-wollens führt über die Unzufriedenheit zur Verurteilung, zur Ablehnung, zum Hass und im weiteren dann zum Krieg…

 

Erkennen wir hier, dass wir uns letztlich selbst be-krieg-en. 

Der Weg in den Frieden und ins Glück führt, egal um welches Thema es geht, zu allererst über das eigene innerste Erkennen, in die Selbstliebe.

Ohne die Selbsterkenntnis und die daraus entstehende Selbstliebe wird es weder im eigenen persönlichen Leben noch weltweit Frieden, Glück und Liebe geben.

Darum kann ich nur immer und immer wieder wiederholen:

Schau in die Spiegel dieser, deiner Welt.

Betrachte aufmerksam, was sie dir zeigen.

Beobachte aufmerksam, was sie in dir auslösen, welche Re-Aktion sich in dir regt…

Hinterfrage deine Reaktion darauf und ergründen dich selbst.

Mache dich frei von der gesellschaftlichen Meinung und lerne deine eigenen Wünsche, dein eigenes SEIN kennen,

Löse dich aus den Normen und erkenne, dass sich deine Reaktionen auf andere nach und nach auflösen.

Dass du freier und gelassener lebst. Dass du aktiv und nicht re-aktiv bist…

Erkenne deine verborgenen Mechanismen. Schaue mutig und entschlossen in deine Spiegel und nimm ‚selbstkritisch‘ aber auch dankbar an, was dir gezeigt wird.

Du wirst bemerken, dass du mit jedem Erkennen, mit jeder Annahme dessen, was dich spiegelt, einen Wandel in deinem Leben bewirkst.

Deine Spiegel, dein Umfeld verändern sich. Es wird klarer und leichter…

Was dir früher unangenehm aufgefallen ist, verschwindet – bemerkst du nicht mehr. Du reagierst nicht mehr darauf.

Allein, weil du erkannt und angenommen hast, was es in dir ausgelöst, bewirkt, hervorgebracht hat.

 

Unsere Umwelt mit allem was sie uns spiegelt, bietet uns das größte Geschenk, das wir uns je vorstellen können – unsere eigene Befreiung.

 

Es ist an der Zeit, dieses Geschenk zu erkennen, mit Freuden anzunehmen und umzusetzen.

Über die Selbsterkenntnis zur Selbstliebe – zur ALL-Liebe.

 

Weltfrieden ist keine Utopie!

 

Erkenne dich im Spiegel deines Gegenübers, im Spiegel dessen, was du dir, wo auch immer anschaust, was auch immer deine Aufmerksamkeit ‚erregt‘. Denn nicht nur Menschen sind Spiegel. Auch Zeitungsartikel, Fernsehsendungen und Filme. Auch das Hab und Gut anderer, das du `beachtest´... Worauf du deine Aufmerksamkeit, deinen Focus legst, all das spiegelt einen Teil deines verleugneten Selbst.

Stell dich entschlossen der Herausforderung – denn eine Herausforderung ist es auf jeden Fall…

Stell dich bewusst deinen Spiegeln und erforsche dich und liebe dich.

 

Es ist der einzige Weg in dein Glück, deine persönliche Zufriedenheit und Liebe.

Und es ist der einzige Weg, der uns alle in den Weltfrieden führt –

Zurück in die Einheit…

 

Wenn du dabei Unterstützung und/oder Beistand möchtest, bin ich gerne für dich da und begleite dich.


In Liebe und Dankbarkeit

© Monika Anasha – 7.August 2014