Bewusstsein – Was bedeutet es,

bewusst zu sein?

 

Wie bewusst gehen wir durch unseren Tag?

Was nehmen wir bewusst wahr?

Wie bewusst sind wir bei dem was wir tun?

Wann sind wir wirklich, wirklich bewusst?

 

Mancher mag denken, allein die Tatsache, dass wir einen intelligenten Verstand haben, macht uns zu bewussten Menschen oder nur intelligente Menschen hätten ein hohes Bewusstsein.

Tiere haben weniger Bewusstsein und Pflanzen noch weniger, wenn überhaupt welches …

Ist das tatsächlich so?

Diese `Meinung´ entspringt der kollektiven Einstellung. Wir definieren Bewusstsein über unseren Verstand.

Wer keinen bzw. wenig Verstand hat, hat auch kein oder wenig Bewusstsein. So die allgemeine Meinunng.

Doch Bewusstsein ist viel mehr als das.

Bewusstsein ist viel tiefgründiger, viel wesentlicher.

Das Wesentliche der `Dinge´ ist für den Verstand nicht greifbar! Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

Das Wesentliche ist nur spürbar, fühlbar. Das Intuitive – das bei Tieren instinktive.

 

Meine Erkenntnis vom Bewusstsein:

Bewusstsein ist der Moment des ganzheitlichen Erkennen und Verstehen der Zusammenhänge und Hintergründe dessen was IST“

© Monika Anasha

 

Da dieses ganzheitliche Erkennen nicht über den Verstand funktioniert, kann der Verstand alleine nicht für das Bewusstsein stehen. Bewusstsein ist nicht `fassbar´, es ist auch mit dem Verstand nicht erklärbar.

Selbstbewusstsein bedeutet übersetzt: Ich bin mir meines Selbst bewusst.

Doch wer oder was ist mein Selbst?

Bin ich mir tatsächlich bewusst, wer ich bin? Ist das, was ich zeige, tagtäglich tue, denke und glaube mein Selbst?

Bin ich mir denn überhaupt bewusst, was ich den ganzen Tag mache?

Was ich den ganzen Tag denke?

Woran ich wirklich glaube?

Kenne ich wahrhaftig meine innersten Überzeugungen?

 

Habe ich überhaupt schon einmal im automatisierten Ablauf meines Tages darüber nachgedacht?

 

Wir denken und tun tagtäglich nahezu das gleiche. Ganz egal, welche äußeren Einflüsse sich uns zeigen.

Besonders interessant wird es, wenn sich im gewohnten Tagesablauf plötzlich etwas ändert – hier werden wir oft ungehalten, manche sogar wütend, andere resignieren, wenn dies häufiger passiert...

Wir kommen kaum auf die Idee, zu hinterfragen, warum sich etwas ändert oder was es vielleicht zu bedeuten hat, ganz zu schweigen, warum wir in gewisser Weise darauf re-agieren.

Wir verfallen meist sofort in Ablehnung, Verurteilung oder Verzweiflung darüber, dass das gewohnte oder geplante nicht klappt.

Und solch Verhalten nennen wir bewusstes Handeln !!??

 

Wie bewusst handle ich hier, wenn ich einem ausgeprägten Automatismus `folge´, der mein Handeln übernimmt. Meist fragen wir uns danach, warum wir denn (vielleicht wieder) so reagiert haben, oder irgendwann, warum wir uns von unvorhersehbaren Ereignissen, Verhältnissen oder Worten immer wieder so sehr aus der Ruhe bringen lassen.

 

Warum bringen uns unvorhergesehene Dinge aus der Ruhe? Oder noch interessanter gefragt: Warum sehen wir `unvorhersehbare´ Umstände nicht vorher, wenn wir uns doch für so bewusste Wesen halten?

Hier liegt nämlich der Hase im Pfeffer !

Denn wenn wir uns wirklich bewusst sind über die Zusammenhänge und Hintergründe – über die natürlichen Abläufe des Lebens – dann `wissen´ wir, wie sich die Dinge folgerichtig aus unserem bewussten Handeln ergeben !

 

Warum läuft unser Leben nun tagtäglich nach dem selben Schema ab?

Wollen wir das so? Sind wir glücklich mit diesem Schema und unseren `unbewussten´ Verhaltensweisen?

Warum spulen so viele Menschen tagtäglich das selbe Programm in Ihrem Leben ab, obwohl sie doch eigentlich nicht glücklich, zufrieden, frei oder gar selbstbestimmt sind?

 

Hier stellen sich die Fragen:

Wollen wir denn wirklich BEWUSST sein?

Wollen wir uns tatsächlich über unser Leben und die verqueren Abläufe bewusst werden?

Ich denke, dass viel Menschen gar nicht wirklich wissen wollen, was sich in unserem Leben hintergründig abspielt. Doch das ist den wenigsten bewusst...

 

Verantwortung leben

 

Denn mir bewusst werden bedeutet in erster Linie, für das was ich denke, sage und tue die volle Verantwortung zu übernehmen. Bewusst sein bedeutet, dass ich sehr genau fühle und `weiß´, was mein denken, handeln, mein Glaube und meine Worte bewirken!

Für das was ich glaube, muss ich in vollem Bewusstsein selbst die Verantwortung tragen.

Auch, wie sich mein Leben gestaltet, liegt dann voll und ganz in meiner eigenen Verantwortung. Vor dieser Verantwortung drücken sich die Menschen noch sehr. Darum sind auch viele sehr ungehalten, oder beleidigt, wenn man sie auf die wahren `Verhältnisse´ von Situationen und Ereignissen hinweist.

 

Solange ich nicht bewusst bin, halte ich immer andere Faktoren, Menschen oder Ereignisse für die Ursache meiner eigenen Umstände, meines nicht vollkommenen Lebens...

 

Wir geben gerne allem und jedem die Schuld daran, dass wir nicht frei Leben können, nicht selbst über gewisse Dinge entscheiden können, nicht zufrieden oder glücklich sind.

Doch damit geben wir die Macht über unser Leben ohne es zu wissen – eben unbewusst – anderen in die Hand. Wir geben die Verantwortung für fast alles an andere ab und glauben, dass wir es uns damit leichter machen oder es wird uns von anderen, wie zb. den Gesetzgebern, suggeriert, dass wir von ihnen entlastet werden. Jedoch entmächtigen wir uns selbst und sind dann enttäuscht und wütend, wenn wir nicht das erreichen, bekommen oder tun können, was wir eigentlich wollen...

 

Diese Unbewusstheit führte bisher dazu, dass wir tagtäglich in unserem Hamsterrad unsere gewohnten Kreise zogen und immer unzufriedener, unglücklicher und unruhiger wurden.

Wir nehmen noch nicht einmal mehr die einfachsten Dinge wahr, die uns auch tagtäglich begegnen.

Wann hast Du das Lächeln (d)eines Kindes zum letzten mal wahrgenommen?

Wann hast du den lieben Gruß eines fremden Menschen auf der Straße bemerkt und auch erwidert?

Wann bist du das letzte mal am Morgen mit Freude aus dem Bett gehüpft?

Weißt du das noch? Wenn ja, wie oft passiert dir das?

 

Nun, die `Symptome´ von Bewusst-losigkeit lassen sich in eine sehr lange Liste fügen.

Wie oft am Tag machst du mehrere Dinge gleichzeitig?

Ist dir klar, dass du dabei nicht voll und ganz bei der Sache bist?

Schlingst Du dein Mittagessen schnell während eines Gespräches mit Kollegen hinunter, oder genießt du den Geschmack und die Zeit, die du nur für dich hast während dem Essen?

Weißt du am Abend noch, was du gegessen hast?

Was hat deine Frau oder dein Kind dir am Morgen beim Frühstück erzählt? Hast du es wahrgenommen, oder warst du mit den Gedanken schon im Büro, in Arbeit oder anderswo???

 

Wahrnehmung steigern

 

Wie bewusst können wir sein, wenn wir meist mit unseren Gedanken nicht bei dem sind, was wir gerade Tun. Wenn wir mit unseren Gedanken in der Zukunft oder oft viel mehr noch in der Vergangenheit sind.

Bewusst sein und bewusst erleben - erfahren kann ich nur im Hier und Jetzt.

Was ich gerade jetzt in diesem Moment mache, kann ich bewusst wahrnehmen, ich mir bewusst machen.

Hier und Jetzt kann ich bewusst SEIN !

Sobald meine Gedanken abschweifen, bin ich nicht mehr bewusst.

Bewusst-Sein ist Hier und Jetzt. Nirgendwo anders. Nichts anderes....

Bewusstsein ist nichts was ich haben kann. Nichts was ich `erreichen´ kann. Nichts, das ich mit dem Verstand erklären kann.

Bewusstsein ist etwas das ich BIN.

Ich bin bewusst oder ich bin es nicht.

Ich kann in jedem Moment `Bewusst-Sein´...

Bewusst-Sein ist `DA´ oder es ist nicht `da´...

 

Nun, hier merken wir, dass die Frage wohl nicht lauten kann, ob ich bewusst bin, ob ich Bewusstsein habe, sondern wann und wie oft ich bewusst bin.

Der Mensch ist fähig in jedem Moment Bewusstsein zu `haben´...

Wir sind fähig in jedem Moment unseres Lebens bewusst zu Sein. Bewusst zu handeln, zu denken, bewusst zu entscheiden, was ich glaube und möchte.

Bewusst zu handeln bedeutet, mir klar zu sein, aus welcher Motivation ich tue was ich tue und was sich daraus in ganzheitlicher Betrachtung entwickeln wird.

Ganzheitlich bedeutet, dass ich alle mir zur Verfügung stehenden Informationen mit einbeziehe. Das wiederum erfordert jedoch, nicht nur den Verstand zu befragen, sondern alle anderen Informationsquellen. Deine intuitiven Sinne sind Informationsquellen, die meist abgelehnt wurden, ohne die dann bei den Ergebnissen unseres Handelns Situationen entstehen, die wir so nicht wollten.

Doch wir erkennen dies nicht als unser `Werk´ an, da wir glauben, alles in Betracht gezogen zu haben. Wir glauben, an alles gedacht zu haben. Doch dabei bedienen wir uns meist ausschließlich des Verstandes.

 

Der Verstand ist nur ein Teil des Ganzen

 

Wie ich schon zu Anfang erwähnt habe ist dem Verstand die ganzheitliche Betrachtungsweise nicht gegeben.

Wir dürfen wieder zurückfinden zu unseren Gefühlen. Wir dürfen wieder lernen unserer Intuition zu vertrauen. Wir dürfen uns bewusst `werden´, dass unser Verstand nicht das allumfassende Wissen beinhaltet.

Unser Verstand weiß nur, was in der Vergangenheit liegt. Er kann nur die Summe der vergangenen Erlebnisse in eine Prognose für die Zukunft hochrechnen.

Der Verstand wird meist von Angst und Zweifeln geleitet.

Das kannst du sehr schnell selbst testen, wenn du dir beliebige Szenarien vorstellst und beobachtest, welche Gedanken dein Verstand dir sendet und welche Gefühle sich dabei einstellen...

 

Bewusst Sein ist Hier und Jetzt. Ich kann nur im Moment des Jetzt bewusst Sein. Nur im Jetzt kann ich mir bewusst sein über das was gerade ist. Mein Verstand kann mir hier über die Erinnerung dazu nur die Informationen liefern, das Hier und Jetzt zu verstehen, nachzuvollziehen, woraus sich das Hier und Jetzt ergeben hat, wenn ich es tatsächlich bewusst und offen betrachten möchte.

Es gibt nichts wesentlicheres als DAS.

 

Bewusst Sein schulen

 

Beobachte deinen Verstand. Beobachte, welche Gedanken er dir tagtäglich ins Gedächtnis ruft und achte darauf, wie dein Körper reagiert. Achte darauf, welche Gefühle die Gedanken in dir hervorrufen.

Dies sind die ersten Schritte ins Bewusst-Sein.

Trainiere dies jeden Tag. Schreibe deine Beobachtungen auf.

Schreib auch die Fragen auf, die sich unweigerlich einstellen werden, wenn du deine Gedanken beobachtest. So kannst du dein Bewusst-Sein schulen.

Achte darauf, dass du öfter mit deinen Sinnen im Jetzt bleibst. Dass du deine Mahlzeit bewusst genießt. Nimm den Geschmack der Speisen bewusst wahr. Spüre bewusst deinen Gefühlen nach, die sich in manchen Situationen `zeigen´. Fühle bewusst deine Füße auf dem Boden stehen, fühle bewusst, wie dein Kaffee oder Tee durch deine Speiseröhre fließt...

Spüre am Morgen in dich hinein um zu `sehen´, was dein Körper frühstücken möchte.

Nimm dich wieder in deiner 3-einigkeit wahr...

Körper, Geist und Seele gehören zusammen.

Verstand, Gefühl und Intuition repräsentieren dies in Einheit.

 

Solange wir dem Verstand so viel Bedeutung beimessen, werden wir keine ganzheitliche Lebensweise führen können und uns selbst auch nicht als vollständig wahrnehmen und erkennen können – nicht bewusst Sein können.

Ich kann nicht bewusst werden... Aber ich kann in jedem Moment meines Lebens Bewusst SEIN !

 

Denn etwas zu werden, ist eine Aussage über etwas, das in der Zukunft liegt.

Was ich heute, hier und jetzt nicht BIN – kann ich auch in Zukunft niemals werden...

Was in der Zukunft liegt, wird niemals Jetzt Sein...

Doch was ich jetzt bin, kann ich in alle Zukunft weiter sein – im immerwährenden Augenblick des Jetzt...

 

Darum trachtet nicht danach, bewusst zu werden, sonder seid Jetzt bewusst. Geht jetzt bewusst mit eurer Zeit, mit eurem Körper, mit eurem Leben um. Gestaltet Jetzt bewusst euer SEIN...

 

In Liebe und Dankbarkeit

© Monika Anasha

25.März2016