Ich verlasse mich (nicht) auf Dich

 

Es ist mir heute wie Schuppen von den Augen gefallen, was hinter dieser Aussage in der Tiefe steckt...
Ich war in Kommunikation mit `der geistigen Welt´ und erspürte Ihre `Mit´-Wirkung in den Veränderungen der letzten Monate deutlich und musste grinsen...
Ein kurzer Gedanke dabei an Sie war , ihr kümmert euch ja pächtig :-D
Darauf schoß mir ein Impuls in den Geist: „Nein, ich verlasse mich nicht auf euch“.
Sprich – ich werde in diesem Prozess nun nicht meine Hände in den Schoß legen und `Sie´ tun lassen...
In diesem Moment wurde mir die `Tragweite´ dieser Aussage bewusst...
Ich verlasse mich nicht - auf euch …

 

Im umgekehrten Sinne verlasse ich mich selbst und richte mich komplett auf den oder die Anderen aus, wenn ich sage: Ich verlasse mich auf dich/euch :-O

 

Eine Situation mit meinem letzten Partner kommt mir da wieder in den Sinn und schemenhaft viele andere, wo es genau um diesen Ausspruch ging...
Sich nicht verlassen können – sich verlassen wollen – auf mich...

 

Nein, auf mich soll sich niemand verlassen – denn jeder darf und soll `bei sich selbst´ bleiben. Jeder darf und soll sich selbst nicht verlassen...
Mein Leben lang war ich verlässlich – für andere. Lange Zeit meines Lebens hatte ich mich selbst verlassen. `Man(n)´ konnte sich auf mich verlassen.
Doch mir wurde immer wieder gezeigt, dass ich mich nicht `verlassen´ konnte – mir gewissermaßen nicht vertraut wurde...
Letztendlich wurde mir vom Leben gezeigt, dass ich mich Jahrzehnte selbst verlasse habe. Es wurde mir so gezeigt, ich `sollte´ bei mir bleiben. Mich `auf mich selbst verlassen´...

 

Spannende Sache, wenn ich es tiefer betrachte...

 

Jedesmal wenn jemand sagt, er wolle sich auf mich verlassen, will er unbewusst die Verantwortung für was auch immer nicht selbst oder zumindest nicht alleine tragen...
Und jedesmal, wenn jemand sagt, er könne/konnte sich nicht auf mich verlassen, hatte er mir damit unbewusst einen Teil seiner Verantwortung über`lastet´ und mir dann ebenso unbewusst (unterschwellig) die Schuld zugeschoben, dass ich nicht mitgewirkt, nicht wie `er´ es sich vorgestellt hat gehandelt habe bzw. das Ergebnis nicht passt...

 

In diesem Sinne – nein – bin ich nicht mehr `verlässlich´. Ich habe gelernt, für mich selbst einzustehen und mich um mich und mein Leben selbst zu kümmern...
Das bedeutet jedoch nicht, dass ich keine Hilfe annehme oder erfrage, wenn ich sie brauche.
Doch das ist etwas anderes, denn beim `mich (selbst) verlassen – auf andere´ erwarte ich passiv, dass mir jederzeit geholfen wird, dass der andere beständig für mich `da´ ist und sich (mit) kümmert...

 

Mich selbst zu kümmern bedeutet, dass ich dort wo ich selbst nicht weiter komme – etwas nicht selbst kann, aktiv `den Mund aufmache´ und um Mitwirkung bitte. Ich bitte jemand anderen, dass er sich um etwas kümmert, das ich so nicht kann...

 

Wenn ich mich verlasse (auf jemand anderen), dann bleibe ich passiv und `verlasse´ mich darauf, dass trotzdem – weil der andere sich ja kümmert – alles `läuft´...
Wenn ich mich nicht verlasse (auf andere), dann `kümmere´ ich mich selbst aktiv um mein Leben, weil ich `weiß´, dass sich niemand um meine Belange kümmern muss, bis ich eben etwas sage...

 

Und genau darum geht es bei der Selbstverantwortung...
Ich kümmere mich selbst um mein Leben. Ich verlasse mich nicht. Ich bleibe `mir selbst treu´ und stehe zu allem, was ich tue.
Ich schiebe die Verantwortung – für was auch immer – nicht auf irgendjemand anderen und auch nicht auf meinen Partner.
Ich verantworte alles selbst. Was auch immer ich tue und was auch immer daraus geschieht...
Auch wenn ich jemanden für irgendetwas um Hilfe bitte und es `geht schief´, gebe ich die Schuld nicht dem anderen. Sei es, dass (wie es meistens passiert) das Ergebnis nicht so ist, wie ich es mir vorgestellt habe, dann kann ich trotzdem nicht damit hadern – denn ICH habe mich entschieden, dem anderen vertrauen, dass er das für mich macht...

 

Wenn ich jemanden `beauftrage´ und nicht darauf vertraue, dass dieser meinen Auftrag zu meiner vollen Zufriedenheit ausführt – dann werde ich – so wirkt nunmal das Resonanzgesetz – leider auch kein zufriedenstellendes Ergebnis `bekommen´.
In diesem Moment habe ich mich leider (zu meinem Leid) selbst verlassen.. Ich habe mich blind auf einen anderen verlassen – obwohl ich (diesem) nicht vertrauen `konnte´...

 

Hier liegt wiedermal das Vertrauensthema tief verborgen und auch das Thema, verlassen worden zu sein, verlassen haben...
Diese Thema zieht sich nicht nur durch familiäre Partnerschaften. Es besteht in allen Bereichen des Lebens...

 

→ Vertrauen – Selbstvertrauen bzw. der Mangel daran liegt allem zu Grunde ←

 

Vielleicht kommen dir nun einige – und in Folge sicherlich noch weitere – Begebenheiten und Situationen in den Sinn, wo Du selbst gesagt hast: „Auf dich kann `man´ sich nicht verlassen“ oder wie oft hast Du es schon hören müssen?
Wie oft in deinem Leben hast Du dich selbst verlassen um dich auf irgendjemand anderen zu verlassen?

 

Wir alle verlassen uns, wenn es um `Recht und Ordnung´ und um unsere Sicherheit geht... Hier gibt jeder seine Selbstverantwortung an die Regierung und die Gesetze ab und fordert sogar noch weitere...
Deutschland (der Deutsche) ist darin traurigerweise Weltmeister im abschieben seiner Verantwortung :-/
Doch das erkennen viel leider immer noch nicht – obwohl viele sooo unzufrieden sind...
Ja – Unzufriedenheit entsteht dabei, wenn ich mich auf jemanden/etwas verlasse, das meine Belange nicht für mich wahrhaft passend löst ;-)
Wenn ich mich aber verlasse – brauche ich mich nicht zu wundern und schon gar nicht darüber ärgern, dass `bei mir´ nichts passt …

 

Lass es einfach wirken und beobachte, was passiert...
Beobachte – wo und wie oft Du dich allein in deinen privaten Leben `auf andere verlässt´ - dich selbst verlässt - im vermeindlichen Vertrauen, dass Sie für Dich/mit dir `das passende´ erreichen...
und wie oft Du damit unzufrieden warst - - -
Lass es einfach wirken :-)

 

In tiefer Liebe für Dich

 

© Monika Anasha

 

23.Oktober 18 – 7:30h

 

 


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