Eigenliebe vs Nächstenliebe

 

Jede Beziehung geht `in die Brüche´ wenn die Eigenliebe fehlt...

Eine schwer wiegende Aussage, doch nur wenn mir meine ganze Eigenliebe zur Verfügung steht, sprich – ich mich selbst uneingeschränkt liebe, steht mir auch das volle Verständnis und die bedingungslose Annahme des Lebens, der Herausforderungen und Gelegenheiten meiner Partnerschaft(en) zur Verfügung.
 

Und dennoch ist auch dies keine Garantie für eine dauerhafte Partnerschaft, wenn der Partner über seine Eigenliebe noch nicht verfügen kann...
 

Im tiefsten Inneren besitzt jeder Mensch diese Eigenliebe, denn die Seele IST die wahrhafte reine Liebe und es ist Ihr bestreben auf dieser Erde, in diesem Leben, in dieser Inkarnation als Mensch:

Sich selbst zur Liebe zurück zu führen. Ihr wahres Sein in diesem menschlichen Körper zu leben -

Die Liebe, die sie IST zu leben!

Dazu gehört die `Entdeckung´ der Eigenliebe oder man kann auch sagen, die Erinnerung daran...

Eine Station im Leben, die manche von uns vor eine große Herausforderung stellt.

Je nach dem, wie man uns das Leben und die Liebe gezeigt hat.

Ich sage bewusst nicht „gelehrt hat“, denn die `Lehren´ haben wir selbst über das Leben und die Liebe gezogen und sie entstanden uneingeschränkt aus all dem, was uns zuerst von unseren Eltern und im weiteren von allen anderen Menschen in den verschiedensten Situationen, Erlebnissen und Gegebenheiten gezeigt – uns vorgelebt wurde und wir sie `gesehen´ haben...

Diese Lehren, an die wir glauben und nach denen wir leben zu durchbrechen – abzulegen - ist ein Entwicklungsprozess, der mit der Erkenntnis beginnt, dass wir mit unserem Glauben an diese Lehren einem Irrtum aufgesessen sind.

Wenn wir erkennen, dass an dem, woran wir geglaubt und wonach wir uns gerichtet haben, einiges `nicht stimmt´!

Wir erkennen dass vieles, ja ich behaupte sogar, das meiste `nicht stimmig´ ist, sich nicht `rund´ anfühlt. Es einfach `nicht passt´.

Dieses `Erkennen´ sind Zeichen – Hinweise der Seele
 

Die Eigenliebe war immer als Egoismus verkannt und somit verachtet und abgelehnt. Dies ist es, was wir überall und von jedem – durch die gesellschaftliche Haltung – erlebt, gesehen und gesagt bekommen haben.

Eigenlob stinkt“ → ein typischer Ausspruch...

 

An sich selbst zu denken ist egoistisch...

Egoismus ist `falsch´, unanständig, unchristlich...

Was mich hier zu der religiösen Anschauung der „Nächstenliebe“ führt.

Sie ist neben der Anschauung über die Sexualität eine der größten irrtümlichen Erwartung, ja sogar Forderung der Kirche, die die Menschheit in Unsicherheit und Angst leben ließ. Denn in der Kirche ist Eigenliebe so gesehen eine Sünde.

Doch ohne Eigenliebe gibt es keine wahrhafte Liebe im Leben... keine wahre Nächstenliebe!

Ich will hier keinesfalls die Anschauungen der Kirche kritisieren. Auch die Vertreter der Kirche sind ebenso Menschen wie du und ich und unterliegen den selben überlieferten Irrtümern – wissen scheinbar ebenso nicht, was sie tun.

Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Damit meine ich, die Verantwortung zu übernehmen, seine bisherigen Vorstellungen und Erfahrungen zu überdenken. Eigenverantwortung für `neue Erkenntnisse´ zu übernehmen und den Mut zu haben, diese Erkenntnisse zu leben, auch wenn sie den bisherigen `Lehren´ entgegenstehen!
 

Niemand ist verantwortlich für unsere Irrtümer. Wir selbst – ein jeder für sich – hat geglaubt, was er gesehen, gehört und vor allem darüber gedacht hat...

Ja – sicher haben wir als Kind nur bedingt eine Wahl gehabt, doch haben wir auch als Erwachsene – wenn auch im Glauben daran, unser eigenes Leben zu leben – weiter nach den alten einstudierten bzw. antrainierten, übernommenen Vorstellungen gelebt. Nach dem überlieferten `gesellschaftlichen Wissen´ (oder Gewissen).

Die Verantwortung liegt bei uns, alles für uns selbst zu hinterfragen, wonach wir leben...

Ist es stimmig? Läuft es rund? Fühlt es sich gut → richtig an? Stimmt es → im Sinne von: Ist es wahr???

Oder sagt mir mein Gefühl (= meine Seele) dass es ein Irrtum ist???

Eigenverantwortung übernehmen ist eine Stufe zur Eigenliebe.

Liebe ich mich selbst uneingeschränkt, wie ich bin, liebe ich alles an mir und in mir, wie es ist – habe ich ein tiefes Verständnis für mich und mein Leben. Und nur wenn ich mich selbst liebe, wie ich bin, kann ich auch meinen Partner lieben wie er ist.

Nur wenn ich mich selbst `sein lasse´ in den unterschiedlichsten Gefühlslagen oder mit meinen vielfältigen Verhaltensweisen → heißt, dass ich jedes Gefühl das sich gerade in mir zeigen will, hochkommen lasse in genau dem Moment, wo es da ist und mir jede Verhaltensweise anschaue und akzeptiere, da sie ein Teil meiner Selbst ist. Erst dann kann und werde ich meinen Partner und jeden anderen Menschen `sein lassen´ in seinen Gefühlen und Verhaltensweisen, die sich bei ihm/ihnen zeigen...

Jeder hat seinen eigenen Entwicklungsweg und wenn jeder einzelne diesen seinen eigenen Weg geht – auf sich selbst schaut – dann kann er auch jeden anderen seinen eigenen Weg bedingungslos gehen `lassen´... und dient dabei ganz automatisch noch jedem damit, weil alle anderen so auch die Erkenntnis darüber erlangen können.

Wir erlangen Erkenntnisse durch Erfahrungen mit anderen Lebewesen. Wie andere mit dem Leben, der Liebe, Situationen und Herausforderungen umgehen, gibt mir und jedem einzelnen die Gelegenheit zu erkennen, ob es für mich/ihn persönlich stimmig ist oder nicht. Mein Gefühl gibt mir Auskunft darüber ob es `passt´ oder nicht.

Jede Situation, jede Herausforderung, jedes Problem, ja sogar ein Unglück gibt mir die Gelegenheit zu erfahren, zu erkennen, zu erspüren wie es sich anfühlt – ob und wie es zu mir passt – was daran für mich nicht stimmt und wie bzw. was ich für meine Zukunft verändern möchte und kann.

Genauso kann ich natürlich auch in jedem Glück, jeder Freude und der Liebe gewahr werden, dass es passt, stimmig ist – sich einfach wahrhaft schön anfühlt...

 

Das Gefühl ist die Sprache der Seele“

Zitat aus GmG

 

Wann immer etwas `nicht richtig´ ist – nicht passt, das Gefühl signalisiert es dir deutlich!

Hörst du auf dein Gefühl, wenn es dich warnt? Wenn es dir deutlich sagt: `Stopp!´ oder `Nein, da stimmt was nicht!´ ???

 

Wann immer etwas genau `richtig´, wahrhaft passend ist – dein Gefühl signalisiert dir auch das sehr deutlich !!!

Hörst du auf dein Gefühl, wenn es ruft: `Jaa – das ist es, das ist schön, das passt, das ist angenehm – wahr – weiter so´... ???

Oder meldet sich in beiden Fällen noch zu oft die Angst?

Beobachte dich dahingehend und versuche, deinem Gefühl zu vertrauen...
 

`Das Gefühl ist die Sprache der Seele´

Und deine Seele BIST du, ein Anteil von Gott, der dir dich selbst zeigt...

 

Ohne Eigenliebe gibt es keine wahrhafte Liebe in deinem Leben.

Wahrhafte Liebe – DIE Liebe – ist bedingungslose Liebe → Gott in seiner Allmacht

Sie erkennt bedingungslos alles an. Was auch immer wir als `böse´, `schlecht´ oder `gut´beurteilen.

Es sind Beurteilungen aus überliefertem gesellschaftlichen Denken, die keinen allgemein gültigen „Wert“ besitzen.

Das `Böse´ darf – ja muss in diesem Sinne – genauso anerkannt werden, wie das Gute, wenn es sich uns zeigt. Es hat keinen Sinn, etwas abzulehnen oder zu verleugnen, das nun mal schon DA ist...

Es ist, wie es ist: Wenn etwas da ist, IST es DA !!!

 

Wenn es dir nicht gefällt, dann wende dich davon ab, aber be- oder verurteile es nicht. Es dient dir, um zu erkennen, was du nicht (sein) möchtest. Verschwende keinen Gedanken daran, keine Energie darauf. Nutze deine Gedankenkraft und lenke deine Energie statt dessen auf etwas `besseres´ das du erschaffen, erleben → in dein Leben ziehen möchtest.

Ich sage nicht, dass du böse, schlechte oder unangenehme Dinge ignorieren sollst. Ganz im Gegenteil: bemerke Sie, nimm Sie wahr, doch gib diesen Dingen keine Energie in Form von geäußerten oder gedachten Urteilen...

 

Die Liebe ist Eigenliebe und Nächstenliebe zugleich. Es widerspricht sich in keiner Weise, denn wenn ich mich selbst nicht lieben kann, kann ich auch keinen anderen lieben und ebenso kann mich kein anderer lieben. Allein schon weil ich nicht glauben kann, dass ein anderer mich so wie ich bin lieben könnte, wen ich es selbst schon nicht kann.

 

Was ich nicht habe, kann ich nicht geben.

Und was ich nicht geben kann, kann ich auch nicht bekommen.

Hier wirkt das Prinzip der Ausstrahlung und Anziehung.

Lebe ich mein Leben in tiefer Liebe für mich selbst, so liebe ich auch mein Leben, mein Umfeld, die Gegebenheiten.

Die Liebe in mir für mich strahlt nach außen und dies wirkt → zieht wieder Liebe in mein Leben.

Das ist ein Automatismus...

Meine eigene Liebe fließt ungehindert, unbewusst in mein Leben, meine Umwelt, in die ganze Welt und wird von meinem Partner und allen anderen wahrgenommen, wenn auch unbewusst. Dies führt bei allen und allem zu entsprechenden Re-aktionen darauf → auf mich...

Das passiert nicht nur unter den Menschen. Gerade Tiere, aber auch Pflanzen nehmen diese unsichtbare Energie deutlich wahr und zeigen oft durch ihre Reaktionen, wo ein Mensch in `Mangel´ an Eigenliebe und Vertrauen lebt...

 

Nun, die Menschheit ist im religiösen Prinzip der Nächstenliebe `erzogen´ worden und dieses Prinzip hat sich nachhaltig in unserem Unterbewusstsein und in unseren Genen dermaßen festgesetzt, dass wir enorme Schwierigkeiten haben, uns selbst wahrhaft zu lieben.

Doch was passiert bei der so genannten Nächstenliebe, wie sie irrtümlich verstanden und gelebt wurde und heute noch wird???
 

Dazu stelle dir einmal 100 Menschen mit den vielfältigsten Gaben, auch Hab und Gut vor.

Nach dem Prinzip der Nächstenliebe – ein Prinzip, das da lautet:

`Geben ist seliger denn Nehmen´ gibt nun jeder dieser 100 Menschen etwas von sich. Diese Gaben türmen sich nun in der Mitte auf – ein reich gedeckter „Gabentisch“ entsteht...

Wenn nun jeder Mensch streng nach dem Prinzip der Nächstenliebe leben soll – will ... wer kann es dann wagen, sich von dem `Gabentisch´ zu bedienen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Wer wird es wagen? … Gewissenlose ???

 

Wer gegeben hat, kann doch nicht selbst wieder nehmen ? !

Wenn ich genug habe um zu geben, `darf´ ich doch nichts dafür annehmen ? !

Etwas für sich selbst zu nehmen, wird als egoistisch oder gierig beurteilt.

 

Auf tiefster psychologischer Ebene kann das Prinzip der Nächstenliebe, wie es irrtümlich verstanden wurde und sich festgesetzt hat, nicht funktionieren ohne ein schlechtes Gewissen zu hinterlassen und das TUT es auch nicht !!!

 

Ein wichtige Satz nämlich, den Jesus dazu äußerte wurde bis heute nicht deutlich genug ins Bewusstsein gerufen und erklärt:
 

Liebe deinen Nächsten, wie DICH SELBST“ !!!

 

Nun, ganz genau betrachtet lieben wir unsere Nächsten in der Tat wie uns selbst …

nämlich in sehr geringem, auf jeden Fall aber in sehr bedingtem Maße, wenn überhaupt!

So gesehen erfüllt sich bei jedem menschlichem Wesen unbewusst Jesu Wort …

Traurig daran ist, dass wir dies über Jahrhunderte nicht erkannt haben. Wie `falsch´ verstanden und im Irrtum überliefertes gelebt wurde.

Wir lassen unseren `Nächsten´ die selbe bedingte, mangelnde Liebe angedeihen wie uns selbst...

Dass auf diese Weise keine Beziehung, gerade auch die Eltern-Kind-Beziehung nicht auf Dauer, harmonisch und angenehm verlaufen können und meist `zu Bruch´ gehen, ist dabei nicht mehr verwunderlich.

Darum überprüfe deine Einstellung zur Liebe → zur Eigenliebe und zur Nächstenliebe neu...

 

Liebe dich selbst uneingeschränkt → bedeutet: Gib dir selbst alles was du brauchst, um DICH wohl zu fühlen. Gönne dir selbst alles angenehme, was dein Herz erfreut, dein Gefühl dir als stimmig signalisiert !

So bist du in Freude über Dich und dein Leben und du BIST eine Freude für deinen Partner und `deine Nächsten´.

Du gönnst automatisch auch allen anderen alles, was Ihnen wohl tut und für sie stimmig ist.

 

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Diese zu leben und so nach und nach den `Nächsten´ zu vermitteln bricht in unserer Welt die alten, überholten irrtümlichen Verhaltens- und Denkmuster auf und (er-)schafft Frieden, Harmonie und im weitesten Sinne globale `Nächstenliebe´.

Ganz einfach rund um Zufriedenheit und Glück …

 

Im Licht und tiefer Liebe

© Anasha

30. April 2015

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