Genügsamkeit und Erlaubnis

 

Ich lebe in den Tag hinein.
Ist das mein Lebensinhalt? Ist das ok? Ist das im Sinne meiner Entwicklung?
Alles was ist, darf sein – auch in den Tag hinein leben...
Doch irgendwo in meinem Verstand ganz hinten regen sich Fragen, wie: Wolltest du nicht alles aufschreiben und teilen, was dich bewegt? Wolltest du nicht `aktiv´ mitwirken, um allen Menschen freie Entfaltung zu ermöglichen? Wolltest du nicht dies oder das???
Tatsächlich sind es diese unterschwelligen Fragen,die mich in Ihrer Weise unter Druck setzen und `Nichts´ tun lassen – mich in den Tag hinein leben lassen...
`Ein´ Ego von mir steht dann da und erlaubt mir großzügig,mich zu entspannen und mir Zeit zu lassen.
Doch passiert dann irgendetwas? Alles passiert im Jetzt! Was ich Jetzt nicht mache, mache ich nie! … Auch wieder solche `drückenden´ Gedanken aus der Vergangenheit...

  Ich habe mir in den letzten Jahren mehr und mehr die Erlaubnis `erarbeitet´, mir die Zeit meines Lebens zu lassen (und zu nehmen).
Jaaaa!!! Himmel – es ist MEINE „Zeit meines Lebens“! Und ja, das mag auch ein Teil des Ego´s sein. Doch das ist der Teil des Ego´s, das die Spannung raus nimmt. Der Teil,der den Druck wegnimmt, und – ja – das darf ich mir – du dir – wir uns erlauben!

Das Ego erkenne ich als Antriebskraft – für was auch immer – an. Wie diese Kraft genutzt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dass das `Ego´ so sehr verachtet und verurteilt wird, hat ausschließlich damit zu tun, dass die Tatkraft in der Vergangenheit viel zu sehr (aus Angst vor Mangel) für `eigennützige´ Zwecke eingesetzt wurde.
Doch das Ego an sich ist reine Antriebskraft – die Tatkraft – die lebensnotwendig ist.
Sie ist in ihrer reinsten Form die Liebe zum Leben, die Liebe zum eigenen Überleben, zur eigenen Entwicklung. Die Antriebskraft, die der Evolution aller Dinge innewohnt... Ohne Sie, ohne ES gäbe es kein Leben.
Das Ego ist die Schöpferkraft schlechthin...“
Die Frage ist nur, wie wende ich Sie an ?!

Wenn wir unter Druck geraten, verursacht das Angst und Schmerz. Versagensangst und Seelenschmerz. Und Angst und Schmerz verursacht wiederum Druck. Sie bedingen sich gegenseitig.
Wir können nicht versagen. Den meisten Druck machen wir uns selbst.Vor allem dann, wenn wir auf unserem ganz persönlichen Entfaltungsweg gehen. Dann wollen wir uns so schnell als möglich ent-wickeln und erwarten sehr viel von uns und verurteilen uns am schlimmsten, wenn wir (in unseren Augen) irgendwo was übersehen oder noch nicht verstanden und erfahren oder erreicht haben...

 

Wir erkennen darin nicht das Muster – das Programm – das vorher auch schon lief und uns nicht gut tat. → Vorher haben wir uns von `Draußen´ - von unserer Umwelt, unserem Umfeld (Eltern, Familie, Freunde, Gesellschaft, Politik) unter Druck setzten lassen.
Auf unserem `bewussten´ Weg (da raus) setzten wir uns nun selbst unter Druck! Und merken es oft lange nicht. Erst wenn wir bemerken, dass wir trotzdem nicht zufrieden/glücklich sind – keine echte Freude daran haben, kommt diese Erkenntnis nach und nach.

 

Diesen `Selbstentwicklungs- und Voranschreitedruck´ aufzulösen, habe ich schon vor Jahren begonnen. Zuerst habe ich mir nach meinem privaten Brakedown erlaubt, die Zeit für mich in Ruhe und Entspannung zu nutzen.
Raus aus der Fremdbestimmung → mich selbst finden! Der ganz natürliche Weg, den wir alle früher oder später einschlagen. Dabei bemerkten wir irgendwann, dass uns das nicht genug ist (wir genügen uns selbst nicht) und werden meist unzufrieden mit unserer Entwicklung. (Das zeigt sich oft darin, dass wir andere über Ihren `Entwicklungsstand´ kritisieren – bewerten.). Damit kompensieren wir unser eigenes Ungenügend sein.

 

- Genügsamkeit – ein angenehmes Wort. Wer kennt es – in seiner >Erfahrung<?

 

Ein genügsamer Mensch ist `zufrieden´ mit dem was ist. Mit dem was er vorfindet, was er lebt.
Für die meisten Mensch ist ein genügsamer Mensch jemand, der sich mit wenig → dem nötigsten `zufrieden gibt´. Doch dem ist wahrhaft nicht so. Genügsamkeit hat ganz und gar nichts mit den `Verhältnissen´ eines Menschen zu tun. Wie in den meisten Fällen der irrtümlichen Interpretationen wurde hier die `Eigenschaft´ an äußeren Belange geknüpft.
Tatsächlich ist es aber ein innerer Bewusstseinszustand. Ganz gleich, welche äußeren Bedingungen – Umstände auftreten oder herrschen.
Ich bin im Bewusstsein – im Wissen – dass es immer genug ist. Dass ich immer genügend habe → dass ich selbst (mit allem was ich in mir und um mich habe) mir genug bin.

 

 

Genügsamkeit bedeutet, dass ich im Frieden – zufrieden bin mit dem – was auch immer – was ist, weil ich `weiß´, dass mir nichts fehlt – fehlen kann. Genügsamkeit entsteht in mir, wenn sich mein Mangeldenken auflöst. Wenn ich erkenne und erfahre, dass mein Wohlbefinden, mein Leben, meine Liebe → mein gesamtes Sein nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Wenn ich erkenne und erfahre, dass ich zum Leben immer (irgendwie) alles haben werde → alles DA ist → genug da ist (für jeden)!

Das ist das Leid der Menschheit → die Mangelgedanken!
Die eingeprägte Überzeugung dass es nicht genug gibt! Dass nicht genügend für alle da ist, dass Du kämpfen musst, um genug zu bekommen, dass du Erster ,Bester – was auch immer – sein musst, um zu überleben – um überhaupt zu leben...

 

Tatsächlich ist erst ohne diese Stressgedanken der Blick frei um zu sehen und zu erkennen, dass mehr als genug da ist (für jeden). Nur die Gier und die Angst lassen uns die `Erfahrung´ des Mangels erst machen.
Die Weisheit: `Es ist genügend von allem für jeden auf dieser Welt vorhanden – nur nicht für die Gier der Menschen´ hast du sicher schon gehört. (Ich weiß gerade nicht, von wem es stammt).

 

Durch die Angst werden wir gierig → sammeln, horten (sparen), hamstern, um ja nicht Mangel zu leiden.
Dabei ist der Mangel schon in uns → dabei handeln wir gerade aus diesem Mangel in genau dieser (Vorrats-)Weise! Wir leiden schon permanenten Mangel,sonst würden wir gar nicht auf die Idee kommen, uns in allen möglichen Bereichen unseres Lebens abzusichern. (Hamsterkäufe vor Feiertagen – Angebote nutzen :-O – Versicherungen für alles mögliche – sparen, sparen, sparen)!!!
Anstatt zu LEBEN. Anstatt zu genießen was DA ist – was wir schon haben – hier und jetzt, verbringen wir die Zeit unseres Lebens damit, dem Stressgedanken zu genügen und alles zu tun um diesen Zwiespalt aufzulösen.
Damit achten wir weder unser Leben – das Leben an sich – noch die Fülle, die uns unermesslich und reichhaltig umgibt. Wir nehmen nicht von all dem Reichtum und der Schönheit um uns wahr.

 

Wir erlauben es uns nicht, zu entspannen → wir wagen es nicht, uns auf Dauer zu entspannen, weil die Angst da ist! SIE hindert uns daran, wirklich `wahr zu nehmen´, dass wir von reicher Fülle umgeben sind...
Wenn wir uns erlauben – während unserer Entspannungsphasen – über den Tellerrand hinweg zu schauen, können wir erkennen, dass das Leben so vielmehr bietet. Dass sooo vielmehr da ist,als wir glaubten.
Und wir können erkennen, dass wir einem Irrtum aufgesessen sind.Wir haben an einen Irrtum geglaubt und uns davon beein-Druck-en lassen. Wenn wir diesen Druck lösen, unseren Blick weiten, kann die Fülle in unseren `Raum´, unser Leben einfließen. Ganz entspannt – ganz von selbst...

 

Erlaube dir, (dich) zu entspannen → lass den Druck aus dir entweichen → mach die Fenster auf (Augen) und lasse den Druck raus. Nimm so die Fülle draußen wahr und lasse sie durch `deine Fenster´ in dein Inneres ein...

 

Das Leben ist nicht Mangel! Das Leben ist pure Fülle aus unbegrenztem Wachstum und Entfaltung.
Wir dürfen uns – nein, wir `müssen´ uns die Erlaubnis geben, zu genießen. Alles zu genießen, was das Leben – die Natur, das Universum uns bietet! Das ist kein leichter Schritt, da wir schon frühzeitig dazu `trainiert´ wurden,dem Genuss abzuschwören. Es wurde uns regelrecht verboten, uns in Freude etwas schönem hinzugeben.
Wenn wir spielen wollten oder mit Interesse etwas beobachteten, wurden wir ermahnt, daran `erinnert´, dass das nicht gewünscht und `sinnvoll´ sei. Wir mussten `Hausaufgaben´ machen oder uns mit anderen – für Erwachsene sinnvolle Dinge – beschäftigen. Genuss und freudvolle Hingabe wurden als Belohnung erlaubt. In uns prägte sich die Überzeugung (die Heute noch wirkt), dass wir nur etwas genießen dürfen, wenn wir etwas `geleistet´ haben! Darum haben wir durchweg ein schlechtes Gewissen oder erlauben uns viele `Genüsse´ und Entspannung schon gar nicht...

 

Das ist krank! Das ist absolut krank.

 

Alles Gute und Schöne ist auf dieser Welt um einfach genossen zu werden – nicht als Belohnung! Oder schenkt dir der Apfelbaum nur Äpfel,wenn du ihn regelmäßig gießt???
Nur der Mensch denkt so krank → wenn du das, dann darfst du das...?!? Das ist wider der Natur!

 

Das ist wider dem Leben. Das ist der Tod des Lebens. Wenn ich mir nicht erlaube das Leben – wie es ist – zu genießen, dann töte ich das Leben – töte mich!

 

Wenn wir die Menschen beobachten, können wir dieses Sterben überall erkennen. Druck, Hetze, Stress → Unzufriedenheit → Leid, Kummer → Krankheit → Tod !

 

ES IST GENUG ! Wahrhaftig genug.
Auch das Leid ist nun wahrhaftig genug! Wir sind nun schon die vielfältigsten Tode gestorben. Wir dürfen nun endlich erkennen, dass auch das genug ist und uns endlich erlauben zu LEBEN → zu wachsen → zu geben → zu genießen → zu lieben <3 <3

 

Viele hassen das Leben immer noch, weil sie glauben, dass sie nie genug haben oder sein werden. Hass führt nicht in die Liebe → Krieg nicht in den Frieden → Leid nicht ins Glück...

 

Gib dir die Erlaubnis zu leben, zu lieben, zu geben und zu genießen.

Genieße das Leben – genieße die Fülle – genieße die Freude dabei – genieße DEIN Leben!

 

Erlaube dir, genug zu sein – in allem, was du hast, bist und tust → Denn Du BIST genug <3

 

Seit dem ersten Tag deines Lebens. Und du hast täglich alles genügend bekommen um wieder genug zu sein → für jeden neuen Tag ->für jede neue Herausforderung → für jede neue Situation...
Du hattest und warst genug um zu laufen, sprechen, ja lächeln zu `lernen´...Ohne `Hilfe´ von Außen. Du warst und bist in jedem Moment deines Lebens GENUG.
Immer und ewig.

 

Fühle dich in diese Worte hinein. Fühle deine eigene in dir wachsende `Genügsamkeit´.

 

Ich bin mir selbst in allem Genug → alles andere um mich dient mir jedoch dazu, das zu erkennen und zu erfahren <3
Es zu leben und weiter zu tragen → es auszuweiten → mich auszuweiten → die Genügsamkeit auszuweiten.

 

Genug ist genug“ und braucht nichts weiter zu sein :-)

 

In einem `Meer´ als Genug an Liebe und Dankbarkeit
Deine Monika Anasha

 

13.Juni 2017 – 7:37h


Für din Feedback  →

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.