Offenheit ist nicht gleich Offenheit

 

Offen sein dem Leben gegenüber, offen sein für das was geschieht – was immer das ist.
Offen seine eigene Sicht und Meinung vertreten. Offen sein für die Sicht und Meinung eines/der Anderen...

 

Wahre Offenheit Zeigt sich nicht `nur´ in einem Teilaspekt. Wahre Offenheit zeigt sich dort wo ich alle Aspekte vereint habe.
Wenn ich offen nach Außen meine Sicht und Meinung vertrete aber die Haltung und Sicht eines/der Anderen kritisiere oder ablehne, ist meine `Öffnung´ eine Einbahnstraße, eine Sackgasse.
Anders herum geschieht es ebenso: Wenn ich offen bin für alles was sich mir außen zeigt – mir zugetragen wird, ich jedoch nie wage meine eigene Sicht nach Außen (auch und gerade in die Öffentlichkeit) zu vertreten, dann entsteht auch hier ein Ungleichgewicht. Es staut sich in mir irgendwann all das `fremde´ an und kann Unzufriedenheit und Abwehr auslösen.

 

Allumfassend offen sein bedeutet sowohl selbst offen (öffentlich) zu meiner Sicht der Dinge zu stehen, als auch anderen Ihre offene (öffentliche) Sicht zu zu ge-´STEHEN´.
Auch hat Offenheit sehr viel mit Öffentlichkeit zu tun. Wenn ich behaupte offen zu sein, jedoch diese Offenheit nur `im geheimen´ → in geschlossenen Räumen, in `geschlossenen´ Gruppen, in der Familie, einfach privat zu leben wage, dann hat meine Offenheit deutliche Grenzen und ich trenne sie von der `Öffentlichkeit´ → ich mache meine Sicht der Dinge zum öffentlichen Geheimnis. Hier kann ich bei Gott wahrhaftig nicht mehr von Offenheit sprechen.

 

Offenheit bedeutet das Leben bejahen, so wie es IST.
Was auch immer sich ereignet, was auch immer ich gerade fühle.
Wenn ich das eine (meine) bejahe, doch das andere (von Anderen) ablehne bin ich nicht gaz und gar offen. Wenn ich (m)eine Sicht und meine Gefühle nur im `geheimen´ bejahe, doch nicht wage, sie auch öffentlich zu vertreten, nicht auch in der Öffentlichkeit aufrecht zu mir, einen Gefühlen und meiner Sicht zu stehen, dann bin ich ganz und gar nicht offen.

 

Daher rühren übrigens die vielen Wirbelsäulen und Beinleiden → diese zeigen wie aufrecht bzw. fest ich im Leben stehe. Halswirbelleiden zeigen wie sehr ich mich mein Leben lang geduckt, den Kopf eingezogen habe“.

 

Wenn ich nur in einem `geschützten´ Raum wage, offen auszusprechen, was mir nicht gefällt oder nicht stimmt - was mich bewegt, habe ich Angst vor Sanktionen oder dass mir meine Sicht in der Öffentlichkeit schadet!
Wenn ich Angst vor Strafe, Schaden habe, dann ist es besser lieber gar nichts zu sagen, denn mit meiner Angst ziehe ich mir genau diese Erfahrungen an, die ich fürchte...
Wenn ich Angst habe, dass meine Haltung, Sicht oder Meinung in der Öffentlichkeit aufsehen erregt oder Widerstand auslöst, stelle ich mir ernsthaft die Frage: Wie sehr ich zu meiner Meinung stehe? Wie sicher bin ich mir mit meiner Sicht der Dinge und vor allem frage ich mich, warum und wovor habe ich Angst (wenn ich doch `eigentlich´ sicher bin bei dem was ich denke und fühle)?

 

Offenheit hat immer auch mit Öffentlichkeit zu tun.
Wenn ich meine Meinung, meine Sicht der Dinge, meine Gefühle die da sind nur im privaten halten möchte oder glaube, das zu tun, bin ich in einem großen Irrtum! Denn meine innere Haltung offenbart sich immer im Außen → in der Öffentlichkeit. Meist, in meinen Augen sogar überwiegend, ist uns das nicht bewusst.
Ich kann sagen, Familienangelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit.
Ich kann sagen, Firmenangelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit. Ich kann sagen, meine Gefühle gehören nicht in die Öffentlichkeit. Ich kann auch sagen, Vereinsangelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit (wobei ich hier klar zu erkennen gebe, dass gemeinnützige Vereine und Hilfsorganisationen sich dem Wohl der Menschen und Tiere verschrieben haben und sehr wohl im öffentlichen Interesse zu `stehen´ haben).
Doch ganz gleichgültig, wie sehr ich den Deckel auf sogenannte `interne´ Angelegenheiten halte, meine innere Haltung zum Leben, zu den Menschen, zu den Dingen – meine Wertschätzung und Freude oder Geringschätzung und mein Unfriede damit zeige ich immer und überall ganz unbewusst im Außen.
Diese tief eingeprägte innere `Haltung´ lasse ich in alle Angelegenheiten meines Lebens einfließen ohne mir darüber bewusst zu sein.
Dass diese innere Haltung abgelehnt wird, wenn sie offenbar/öffentlich wird – davor haben wir Angst. Darum halten alle so gut es geht den Deckel drauf – haben alle ihre Masken auf...
Und wenn dann jemand kommt und genau das erkennt und ausspricht → öffentlich macht, was für ihn offen zu Tage liegt, sprechen wir davon, welchen Schaden das anrichtet und fühlen uns bloß gestellt.

 

Doch der `Schaden´ liegt seit langem in uns!
Es ist der Zwiespalt darüber, was ich fühle und für richtig, ehrlich und wahr halte und was ich gelernt habe, statt dessen nach Außen zeigen zu müssen!
DER, der dies klar erkennt und ausspricht, richtet nicht den Schaden an – Er deckt nur den verborgenen, bisher unerkannten Schaden AUF. Bringt den Zwiespalt ans Licht...

 

Ich stehe offen und öffentlich zu dem was ich klar erkenne und fühle. Und daraus auch schreibe und sage.
Und ich lade DICH und jeden da Draußen ein, sich seines eigenen Zwiespalt in sich gewahr zu werden.
Schmerz und Schaden verursacht es nur, wenn ich den Zwiespalt in mir weiter verleugne, den Widerstand dagegen aufrecht erhalten will.
Jeder der das Tut, wird es in seinen körperlichen und/oder seelischen Beschwerden erkennen, die entweder schlimmer oder leichter werden...
Allumfassende Offenheit ist allumfassende Annahme dem gesamten Leben gegenüber und auch der Schlüssel zu deiner Gesundheit.

 

Das ist meine Klarheit, meine Wahrheit – erkenne, erspüre für dich selbst, was es in dir auslöst“.

 

In Liebe und Dankbarkeit

deine

© Monika Anasha

8.März 2017 – 8:50h