Bildquelle mir unbekannt
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Rücksicht und Mitgefühl …

 

Jeder menschliche Gedanke, jede menschliche Handlung gründet sich entweder auf Liebe oder Angst.“

GmG1 S. 38

 

Wenn wir unsere Gedanken und Handlungen im Hinblick auf diese Aussage erforschen, werden wir uns über unsere Motivationen bewusster.

Uns wird schnell klar, wo wir aus Angst handeln, weil wir eventuellen Erwartungen anderer folgen oder wo wir aus reiner Liebe handeln, weil es uns Freude bereitet, uns selbst und auch anderen etwas Gutes zu tun.

Wir dürfen es uns zur Gewohnheit machen, unsere Motivationen zu erforschen und diese Aussage als Leitfaden dazu verwenden. Er bietet uns eine große Chance, uns selbst zu erkennen und uns mehr und mehr aus angstmotivierten Handlungen und Gedanken, die nur aus Fremdbestimmung hervorgehen, zu befreien und mehr in die Liebe einzutreten und uns darin zu festigen.

Selbst wenn wir schon tief in der Liebe wurzeln, neigen wir dazu, den Ausdruck unserer Liebe zu beschränken, uns zurückzuhalten. Wir denken, dass wir aus Liebe handeln wenn wir Rücksicht anderen gegenüber nehmen um deren Ängste nicht zu schüren oder ihre Abwehr, Ärger, was auch immer, nicht heraufzubeschwören.

Die Wahrheit ist jedoch:

Wir handeln bzw. handeln nicht aus eigenen Ängsten heraus!

Denn, ist es nicht eine Befürchtung, dass wir jene Gefühle und Haltungen auslösen, wenn wir uneingeschränkt unsere Liebe leben?

Ist es denn für uns und den/die anderen hilfreich, wenn ihre Ängste schlummern dürfen, während wir unseren Ängsten damit nachgeben, sie wieder halten?

Was ist für uns und auch für den/die Anderen dienlicher?

In erster Linie geht es um dich selbst! Dient es dir, dich zurückzuhalten?

Fühlst du dich wohl dabei?

Tut es dir gut, dich zu beschränken?

Rücksichtnahme und Mitgefühl sind meist unbewusste Verhaltensweisen aus gesellschaftlichen Konditionierungen, die unser innerstes Selbst einengen. Sie sind Blockaden, über die wir uns kaum hinweg wagen. Doch sind sie auf diese Weise erzwungen und  unserer eigenen Entwicklung nicht dienlich. Der Liebe zu uns selbst und zu allem was ist, dient es nicht! Es sind verlangte Verhaltensweisen, die es ermöglichen, weiter die Verbände auf den Wunden zu belassen und die Ängste vergessen zu machen. Sie sind die Verlängerung des Leidens, weil niemand sich freiwillig schmerzhafte Wunden aufreißt und Ängste anschauen will.

Da die meisten Menschen mit Ärger, Wut, Rückzug oder auch Hass darauf reagieren, wenn es andere tun, lassen wir uns davon „be-ein-flussen“, lassen unsere Liebe nicht nach außen fließen sondern diese Furcht von außen in uns „ein-fließen!“   

Hier entsteht für uns eine Brücke, die wir erkennen und überschreiten dürfen.

Ja – meine Darlegung über Rücksicht und Mitgefühl ist sehr radikal, und dennoch! Sie dienen niemandem… Nicht auf der gesellschaftlich erzwungenen Art! Sie dienen nur dem Ego.

ES ist es, das empört aufschreit, wenn jemand auf deine Wunden drückt!

ES ist es, das die Angst frei lässt, wenn es sich in Gefahr sieht!

Das bedeutet nicht, dass Mitgefühl oder Rücksicht auf andere nehmen falsch ist. Aber es sind keine wahrhafte Rücksichtnahme und kein wahres Mitgefühl möglich, wenn sie nicht auf tiefer Selbstliebe gründen. Denn nur wer sich selbst erkannt hat und wahrhaft liebt – das Mitgefühl für sich selbst, sein Leben und seine Umstände empfindet, auf sich selbst „zurück-sieht“, (`Rück-sicht´ nimmt) sich seines eigenen Wirken und Handelns auf/in seinem Leben und dessen folgenden Verlauf klar wird, kann wahre Rücksicht gegenüber anderen walten lassen und empfindet auch das aufrechte und bedingungslose Mitgefühl ohne die Hoffnung oder Erwartung, jemals selbst in diesen `Genuss´ zu kommen…  

In der Gesellschaft wird `erwartet´ dass man uneingeschränkt auf alles und jeden Rücksicht nimmt und durch stete Hilfsbereitschaft Mitgefühl zeigt. Viele empfinden diese Forderungen aber ungerecht, da es in unserer Gesellschaft eben genug Menschen gibt, auf die niemand Rücksicht nimmt. Es gibt für alle möglichen Aktionen Hilfsgruppen und Organisationen, doch vor der Haustüre wird über Armut und Leid hinweggesehen – es einfach übersehen.

Alle Handlungen, die auf Forderungen und Erwartungen beruhen, können nicht wahrhaft sein und hinterlassen immer irgendwann Unmut, Leere, Ärger oder sogar Zorn.

Es ist absolut in Ordnung, dass Menschen helfen und sich um einander und um andere kümmern. Doch die unterschwellige Forderung der Gesellschaft stößt den meisten inzwischen sauer auf, da diese Art der Rücksicht und des Mitgefühls für viele – ich sage nicht alle – nur zur Profilierung dient und nicht auf Wahrhaftigkeit beruht.

 

Wenn du dich in deiner Liebe weiter entwickeln möchtest und uneingeschränkt in ihr sein – die Liebe allumfassend leben möchtest, so überdenke deine Motivationen. Schreite über die Brücke - denke, sprich und handle in deiner Liebe – aus deiner vollkommenen uneingeschränkten Liebe heraus. Lasse Rücksicht walten und zeige dein Mitgefühl NUR dann, wenn es dir – deinem Herzen ein tiefes Verlangen ist. Denn dann erfolgt keine Erwartung deinerseits daraus und es hinterlässt keine Leere in dir.

Du bist nicht verantwortlich, wenn die anderen deine Haltung in der Liebe nicht verstehen und sich daran `stoßen´. Es schmerzt sie, weil es sie im tiefsten Inneren daran erinnert, wonach sie sich sehnen – ihre Seele sich sehnt.

Das Ego hat Angst davor und reagiert mit Abwehr.  

Wenn du weiterhin deine Liebe uneingeschränkt zeigst, dienst du nicht nur dir – deiner Seele – sondern auch allen anderen, denn du erinnerst jeden an sein ureigenes inneres Sehnen, aktivierst eines jeden SEELENKRAFT!

Wenn es auch so `scheint´, als löst du nur Angst, Ärger, Zorn und Wut aus, so ist das nur äußerlich. Denn tatsächlich können erst durch dieses „Auslösen“  die Ängste und Schmerzen angeschaut und so aufgelöst und geheilt werden.

Darum ist Rücksicht und Mitgefühl niemandem dienlich, weil es diese Prozesse nur verzögert und das Leiden verlängert…

Traut euch, diese Brücke zu überschreiten, denn auch wenn  sie im Außen Trennungen bewirkt, ist sie ein großer Schritt ins kollektive Liebesbewusstsein und dient der ganzen Menschheit. Denn bist du tief in dir angekommen, in Deiner Selbstliebe, so strahlst du sie aus dir heraus und Mitgefühl und Rücksicht für andere sind eine ganz natürliche Folge eben auf deiner wahrhaften Liebe begründet. 

Hier möchte ich noch anmerken:  Ja – ich habe in einem anderen Artikel geschrieben, wenn eure Liebe im Außen auf Blockaden stößt, geht über die anderen Ebenen. Das eine schließt das andere nicht aus! Wo du im direkten Kontakt mit den Menschen stehst, hast du beide Möglichkeiten. Du selbst entscheidest, welche für dich jeweils stimmig ist. Fühlst du dich wohl dabei, nur über die energetische Ebene deine Liebe auszusenden, dann belasse es ruhig dabei. Wenn du dich jedoch im außen eingeschränkt fühlst, darfst du dich fragen, ob du dich über die `Brücke´ wagst.

Du selbst entscheidest. Es ist dein Weg.

Dir – deiner Seele – soll es gut gehen dabei.

Wo du nicht in direktem Kontakt mit einem Menschen stehst, bleibt dir immer die energetische Ebene im Wirken deiner Liebe.

 

Wie auch immer, lasst eure Liebe immer frei fließen! Da wo ihr euch eine Beschränkung auferlegt und euch nicht wohl fühlt dabei, handelt ihr aus Angst und seid nicht mehr in der Liebe.

Auch wenn es dich von anderen Menschen trennt bzw. sich andere von dir trennen, so ist dies notwendig um deinen eigenen Weg, deine Entwicklung fortzusetzen. Hier entscheidest du wieder, ob du in der Liebe lebst – Frei –

Oder in der Angst – dich zurückhaltend, um niemanden zu verlieren…  

 

Erkennt Dich selbst!

Erforscht Dich selbst!

Sei Du selbst…

 

Im Licht und in der Liebe

© Monika Anasha

14. Juni 14 

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