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Spiegelgesetz

 

          Ein Beispiel: Menschen – Menschen die `nur´ helfen wollen;

                  Menschen die glauben, helfen zu müssen;

                  Menschen die ihre Wahrheit als die einzige erachten;

                  Menschen die daraus die Wahrheit anderer als gering schätzen;

  Menschen die den Drang haben, andere auf ihren `irrtümlichen´ Glauben hinweisen zu müssen.

 

Sie fühlen sich verletzt, angegriffen und beleidigt, wenn ihre `Hilfe´ auf Ablehnung oder Unverständnis stößt.

Warum glauben manche Menschen, so handeln zu müssen?

Warum versuchen sie, Ihre Wahrheit anderen `aufzudrängen´?

Dass sie dadurch die Erfahrung der Ablehnung und Abwehr machen erschwert ihre eigene Erkenntnis (und doch ist es ihr Weg, letztlich diese Erkenntnis zu erlangen).

Die Liebe für die Menschen, die Natur und jedwedes Leben gründet sich allein auf tiefer Selbstliebe.

Bin ich in tiefer Selbstliebe verankert und lebe in dieser wahrhaften Liebe, so ist mir unumgänglich bewusst, dass jede Seele ihren eigenen Weg, ihre eigenen Prozesse und Erfahrungen selbst machen muss und darf um zur Erkenntnis zu gelangen – ins erkennen Ihrer Selbst –

Dieser Entwicklungsprozess führt über die `Selbsterkenntnis´ weiter zur `Selbstakzeptanz´ und so zur `Selbstliebe´…

Erst wenn ich in der Selbstliebe angekommen bin, kann ich auch uneingeschränkt jeden anderen erkennen – ihn in all seinem Denken und Handeln akzeptieren und lieben.

Wenn ich nun den Glauben, die Vorgehensweise anderer als Irrtum erachte und den Drang habe sie darauf aufmerksam zu machen, so darf ich mich selbst fragen, warum mich die Sicht und Vorgehensweise stört und ich sie (wohlgemerkt bei den anderen) unbedingt ändern möchte. Stellt sich nicht die Frage, wo ich meine eigene Sicht nicht akzeptiere? Mich selbst nicht akzeptiere?

Hier bin ich nicht in der Selbstliebe. Meine `Re-Aktion´ auf das Verhalten anderer zeigt, dass dieses Verhalten ganz tief in mir mit etwas in `Resonanz´ tritt, das ich noch nicht erkannt und/oder akzeptiert habe. Es ist ein Hinweis darauf, dass ich mich selbst nochmal betrachten darf, nach innen gehen und es in mir erkennen und klären darf.

Die Welt ist ein riesiger Spiegel. Jeder, der dir begegnet, im direkten oder auch über andere Kommunikationswege; er zeigt dir DICH SELBST! Wenn du auf Abwehr stößt, so ist etwas in dir, das du abwehrst…

Ganz egal, was es auch ist: Sobald dich im Außen etwas stört und du es für oder am anderen ändern möchtest, liegt der Schlüssel immer in dir selbst.

Wir haben bei allem, was uns im Außen begegnet immer mehrere Möglichkeiten zu re-agieren. Entsprechend dieser Wahl zeigen wir bewusst oder unbewusst, wer oder was wir im Bezug auf das Ereignis, das Verhalten oder die Worte anderer sind oder sein möchten bzw. nicht sind/sein möchten.

Z.B. hören wir eine Geschichte über jemanden , die in irgendeiner Form auf Resonanz in uns trifft. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um angenehme oder unangenehme Sachverhalte geht. Wir glauben die Geschichte oder auch nicht.

Glauben wir sie, so entscheiden wir meist unbewusst, ob wir darauf eingehen und unseren Glauben darüber bekunden und `mitreden´ und  folglich auch weitergeben, oder ob wir die für uns erkannte Wahrheit als Erfahrung stillschweigend aufnehmen und eine aktive Weiterverbreitung der Geschichte von uns aus stopen. Dies wäre bei Geschichten mit unangenehmen oder negativem Inhalt die höhere Wahl. 

Glauben wir die Sachverhalte nicht, haben wir ebenso die Wahl. Reagiere ich unbewusst mit Abwehr oder sogar Ärger und Zorn über vermeidliche Lügen und bekunde dies offen oder sogar lautstark, (hier zeige ich offen die Resonanz in mir und ungeheilte Wunden, die ich anschauen darf) oder ist mir sofort bewusst dass es einen Hintergrund für die Resonanz in mir gibt und reagiere nicht im Außen, weil ich diese Hintergründe für mich selbst erkunden und klären möchte.

Ich kann auch im erkennen meines Resonanzfeldes meine Wahrheit über die irrtümlichen Sachverhalte in Ruhe bekunden und darauf hinweisen, dass diese weder mich noch andere zu kümmern haben. Dies wäre auch die höhere Wahl. Gerade bei Klatsch und Tratsch treffen die meisten unbewusst die Wahl, `sich selbst´ zu äußern und so unwissentlich ihr eigenes Inneres zu bekunden.

 

Es beginnt alles in dir. Über das Außen lässt sich nichts ändern und jeder darf und muss seine eigenen Erfahrungen machen und die Erkenntnis daraus ziehen. Erfahrung kann man nicht mit Worten vermitteln. Sie muss erlebt – eben erfahren werden.

Wenn du zB. Kindern sagst, dass sie etwas bestimmtes nicht tun sollen, weil sie sich verletzten können, werden die meisten Kinder dies überprüfen und erfahren wollen, um selbst zu entscheiden ob es stimmt… Und das ist gut so!

Wir dürfen uns immer selbst prüfen im Spiegel unserer Umwelt und nach innen gehen, wenn uns im Außen irgendetwas nicht gefällt. Denn was du im inneren verleugnest, verweigerst oder fürchtest wird dir im Außen unumgänglich wieder und wieder begegnen.

   Ebenso kann auch jeder erkennen, wenn er im inneren mit sich im Frieden ist, denn auch dieser Frieden zeigt sich dir in deinem Umfeld.

Jede Schwankung in deinem inneren wirst du im Außen erfahren.

 

Es gibt kein Innen ohne das Außen!

Kein Ding existiert ohne seinen Gegenpol.

Ich kann nur in mein inneres einkehren, wenn ich den Spiegel im Außen erkenne und akzeptiere. Das Außen ist mein Weg zu mir selbst. Doch ich muss es erkennen, akzeptieren und annehmen!

Meine Lieben, seht euch aufmerksam in eurem Umfeld um und betrachtet euch in den `Spiegeln´ die euch begegnen. Prüft selbst. Ihr werdet sehen:

Schaut ihr bewusst lächelnd und offen in die Gesichter, so werden diese entsprechend darauf `re´-agieren.

Schaut ihr mal ernst oder verärgert, werden sich die Menschen abwenden, euch aus dem Weg gehen oder erschrocken den Blick senken…

         Vielleicht fallen euch auch gerade vergangene Situationen ein, die ihr nun als Spiegel erkennt.

Im Guten wie im Bösen, der Spiegel im Außen zeigt alles, was ihr in euch tragt – bewusst oder unbewusst.

Das Spiegelgesetzt ist ein wertvolles Gesetz um in die Selbsterkenntnis zu kommen. Wenn ihr euch dessen bewusst werdet kommt ihr euch selbst schnell näher und ihr erkennt, dass ihr dem Außen nicht machtlos ausgeliefert seid…

Jeder hat sein Leben selbst in der Hand – im bewussten Denken und Handeln kann jeder sein Leben steuern und durch die Spiegel im Außen erkennen, ob er im Einklang mit sich selbst ist…

Geht aufmerksam durch euer Leben und beobachtet euch in den anderen. Jede Begegnung erzählt euch etwas über euer inneres Selbst.

 

In Liebe und Dankbarkeit

© Monika Anasha

22. Juni 2014

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