21.Februar 19

 

Eine nächtliche Traumsequenz brachte mich auf ein `altes´ Missverständnis im Bezug auf Freundschaft und Liebe...

Mein heute bester Freund kommt in dieser Traumsequenz in unbeschwerter Freude auf mich zu und küsst mich ganz unbedarft einfach auf den Mund...
Ich stehe steif da und will es eigentlich nicht zulassen... etwas sperrte sich in mir...

 

Freundschaftliches auf diese Weise? Ich erwachte mit dieser Frage aus dem Traum und es beschäftigte mich weiter.

 

Wie weit kann ich Liebe in unbeschwerter Freundschaft, als unbeschwerte Gesten, annehmen. Kann ich es denn nicht annehmen, dass ich aus einer innig empfundenen Verbindung einfach `geküsst´ werde?
Mein Kopf sagte dazu: „Nicht auf den Mund“. „Ein Kuss auf den Mund ist zu `intim´“...
Hm.... Ist ein bloßer Kuss mit geschlossenen Mund wirklich `zu intim´?
Was ist denn ein intimer Kuss? Wo ist denn der Unterschied?

Eindeutig ist für mich ein `intimer Kuss´ weit `intensiver´.
Ein Zungenkuss ist intim und intensiv (naja, je nach dem :-P) Aber ein einfacher Kuss auf den geschlossenen Mund hat nichts intimes an sich.
Er ist ein unbefangenes Zeichen der Freundschaft, der `freundschaftlichen´ Liebe....

Doch erinnerte ich mich eben an einen ehemals besten Freund, der einst auf einer Ausflugsfahrt zuerst fragte, ob er mich umarmen darf - was für mich in Freundschaft kein Problem darstellt - auch wenn ich damals schon `wusste´, dass er sich `mehr´ wünschte. Danach jedoch hat er - wohl auf Grund meines Einverständnisses, mich umarmen zu dürfen - versucht, mich auch zu küssen, was ich nicht mehr zulassen konnte, weil die Erwartung dahinter so intensiv spürbar und so unangenehm wurde. Mir war klar, dass er die erlaubte Umarmung missverstanden hatte...

 

Er hatte wohl ein (altes) Beziehungsbild, in dem eine Frau, die sich auf eine Umarmung `einließ´ damit Bereitschaft für `mehr´ zeigt.
Für mich ist eine Umarmung ein Zeichen inniger liebevoller Verbundenheit ...
Für mich ist Freundschaft ohne `Liebe´ gar nicht möglich.
Hier war bisher ein grundlegendes Missverständnis in der Gesellschaft, das ich nie wirklich verstanden hatte.
Zwischen Eltern/Kinder/Familie und zwischen `Liebespaaren´ waren liebevolle Gesten ganz `normal´. Sich zu küssen oder sich innig zu Umarmen wurde unter FreundINNEN `akzeptiert´... Jedoch, wenn sich Mann und Frau `öffentlich´ (oder auch nicht) auch nur trafen und einfach auch nur Zeit miteinander verbrachten, war es schon `fragwürdig´, was dahinter steckt.

 

Eine innige Umarmung unter `befreundetem´ Mann und Frau oder gar ein `Küsschen´ - am Ende auch noch auf den Mund - das war noch fragwürdiger. Wenn dann einer der beiden in einer `Liebesbeziehung´ steckte - sprich `gebunden´ war, dann ging das überhaupt nicht mehr. (Nach gesellschaftlichem `Standard´).
All das ist uralter Nonsens und heute auch schon von unseren Kindern völlig freier gelebt.
Doch sitzen immer noch in uns `Älteren´ die alten Muster und Programme und melden sich gerade auch jetzt, um endlich Abschied nehmen zu können...

 

Liebe ist Liebe und kennt keine Unterschiede...
Der einzigen `Unterschied´ besteht im Ausdruck. Im gelebten Ausdruck der unterschiedlichen Facetten der Liebe.

 

Dabei zeigt sich ein wesentlicher Unterschied von `freundschaftlicher´ Liebe und Liebe in einer `Paarbeziehung´... Wärend die Schwingung der Liebe sich `in alltäglichen Bereichen´ (sag ich jetzt mal so) ähnlich ist und sich zwischenmenschlich auch gleich liebevoll (wie es zwischen allen Menschen sein `sollte´) ausdrückt - Liebe eben - liegt der Paarverbindung eine tiefe `magische´ Anziehungskraft zu Grunde. Diese hat zu gegebenen Zeiten eine völlig andere Schwingung.
Wärend die Liebe `an sich´ durch eine unbeschwerte, ja `kindlich-naive´ innige
Freude und Impulsivität `gekennzeichnet´ ist und in JEDER zwischenmenschlichen `Beziehung´ so vorhanden sein `sollte´ , erhöht sich die Schwingung in der Paarbeziehung `zeitweise´ durch die magische Anziehungskraft und `äußert´ sich dann ganz natürlich in der sexuellen Vereinigung, in der diese magische Anziehung - das tief im Inneren vibrierende Sakralchakra - die sexuelle Schwingung auf einer ganz anderen Ebene zum Ausdruck bringen und erweitern/erhöhen möchte ...
JEDE menschliche `Beziehung´ ist im höchsten und besten Sinne eine völlig natürliche Verbundenheit in Freude, Harmonie und Gleichklang, aber mindestens eine gelassene `Akzeptanz´ im Sinne von `den anderen lassen, wie er einfach ist´...

Um nun weiteren Missverständnissen vorzubeugen:
Das `alte´ Verständnis von Paarbeziehung und Sexualität beruhte auf ungeheilten Verletzungen und dem daraus hervorgehendem Mangel. Wir haben in verletztem `Zustand´ das Verlangen aus der Bedürftigkeit, aus eben dem Mangel an Liebe in der Kindheit, seit ewigen Zeiten mit sexuellen Kontakten und in Paarbeziehungen kompensiert...

 


Und aus diesem Mangel und der Bedürftigkeit waren ehemals reine Freundschaften zwischen Mann und Frau für die meisten Menschen schlichtweg nicht möglich.
Ein Thema, das mich häufig und schon sehr früh beschäftigte, weil ich es einfach nicht verstand, warum `Mann´ immer mehr sah oder verstand, wenn Frau sich in Kontakt begab oder sich in Freundschaft umarmen ließ...

Mir war natürlich immer klar, dass diese `Freundschaft´ auf jeden Fall möglich war und sicherlich auch existierte. Doch nur dort, wo keiner der beiden (und da schließe ich Frau eben auch nicht aus, weil auch Sie viel zu bedürftig war) ein unbewusstes Bedürfnis (nach `Beziehung´) stillen wollte...

 


Auch wenn es absolut nicht vollständig ist und immer noch sehr `kurz´ gegriffen, möchte ich es mit folgenden Worten für mich (vorerst) `zusammenfassen´::

 

Freundschaft ist Liebe ohne sexuellen Ausdruck“.
Liebe in der Paarverbindung ist Magie..

In liebevoller Verbundenheit
deine Monika Anasha

 


Wie immer beschreibe ich aus meiner Sicht und meinem Empfinden, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Vielmehr möchte ich Dich dazu anregen, deine eigenen Gedanken, Empfindungen und Gefühle in Bezug dazu zu prüfen und für dich selbst zu `erweitern´...
Von Herzen danke für dein Interesse <3

 


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