Tiefe Wunden heilen nur Schrittweise

 

In der vergangenen Woche wirkten Prozesse, Aktionen und Ereignisse zusammen, die mir heute morgen einen wichtigen Teile der tief sitzenden Wunde in mir in Erkenntnis brachte, die mich immer noch `bewegungslos´sein lässt. Ich habe in den letzten Wochen daran `gearbeitet´, eine Hürde zu nehmen und mich dann getraut um `Hilfe´ zu bitten, bzw. das Angebot dazu `in Anspruch´ zu nehmen und meine Wünsche dargebracht.
Seit dem `arbeitet´ Es IN MIR, auch ob der Tatsache, dass es bisher noch keine Rückmeldung gegeben hat. Dadurch zeigte sich mir heute, dass ich Angst habe, andere könnten sich über mich bzw. meine Beweggründe ein `falsches Urteil´ bilden und mir deshalb – ja, was – meine `Bitte´ abschlagen oder ignorieren...

 

Ich erkenne gerade, dass das an sich für mich kein so großes Problem wäre – ich das leichter verkraften könnte (weil gewohnt). Die eigentliche Angst, die DAHINTER steckt ist interessanterweise – wie mir dabei bewusst wird – dass die anderen enttäuscht sein könnten und mich ob ihres Fehlurteils über meine Beweggründe (meinen Wunsch, meine Bitte) ablehnen könnten.
Die Angst, abgelehnt zu werde, WEIL ich mich zeige – offenbare, wer und was ich bin und was ich Wünsche. - Ganz besonders meiner Wünsche wegen …

 

Meine Wünsche offen auszusprechen, Fragen zu stellen und um Hilfe zu bitten hat mir in meiner Kindheit immer Ablehnung eingebracht.
Ich habe `gelernt´, mich meiner Wünsche zu schämen. Mich selbst dafür zu verurteilen (Was glaubst du, wer du bist?). Ich habe gelernt, keine Fragen zu stellen – mich nicht für dumm zu verkaufen (Du weißt ja wohl gar nichts!). Ich habe gelernt, nicht um Hilfe zu bitten, meine Wünsche nicht zu äußern (Was willst Du schon wieder?) …
Ich habe gelernt mich zu verstecken, mich möglichst unauffällig zu verhalten, möglichst unsichtbar zu sein, weil es zu sehr schmerzte, die Ablehnung zu fühlen. Es tat mir auch weh, andere (scheinbar) zu enttäuschen, wenn ich wieder mal nicht so war – sein konnte – wie Sie es erwarteten.
So `gut´ trainiert erkenne ich darin nun meine größte Hürde.
Für andere eine Enttäuschung – eine Belastung zu sein. - Tränen steigen -
Niemanden belasten, niemanden enttäuschen, möglichst selbstständig allein klar zu kommen. Möglichst unabhängig. - Hier ziehen sich im Hintergrund nochmal einige Fäden schon erkannter Zusammenhängen zusammen. Die Lücken in meinem `Lebensbild´ schließen sich zusehends.
Dies alles gemeinsam hat mich unbemerkt dazu gebracht, keine echte Bindungen einzugehen. (Dazu knüpfen sich nochmals viele andere Faktoren, die ich auch schon erkannt habe). Ich konnte zu nichts und niemanden echte Nähe – auch kein echtes Vertrauen – aufbauen und auch nicht zulassen... Dies wurde immer wieder durch die tief verwurzelte Überzeugung, mich selbst nicht zeigen zu dürfen, sabotiert. Denn die unterdrückten Anteile meines wahren Selbst traten immer wieder einmal hervor. Sie stießen dann die anderen vor den Kopf (Ärger und Wut). Sie machten anderen Angst oder schockierten Sie (erkannte Wahrheiten offen auszusprechen bzw. den Dingen auf den Grund zu gehen und zu hinterfragen). Sie enttäuschten andere, weil man mich `so´ nicht kannte...
All das rief dann natürlich erst recht die Ablehnung, die Fehlbeurteilung, die Missbilligung hervor – und Trennung.

 

All das ist nun meine Herausforderung. Mich trotz und mit meiner Angst weiter so zu zeigen, wie ich bin und dazu zu stehen. Die Nähe und Verbindung zu mir selbst zu halten. Die Annahme und `Billigung´ meiner Selbst `aufrecht´ zu halten. Mich selbst aufrecht zu halten...
Ja, meine Hüfte quält mich morgens seit einiger Zeit, weil ich eben das immer noch nicht so ganz mache bzw. weil ich jetzt, wo ich einiges gewagt habe, in `Deckung´ gehe vor dem was da vielleicht kommt :-P
Meine Füße wechseln sich mit unterschiedlichen Symtomen ab, um mir auch zu zeigen, dass sie diese Fehlhaltung belastet.
Doch die Heilung dieser Wunde ist im Gange – aber sie dauert etwas länger. Sie ist wohl die tiefste Wunde in meinem Innersten und braucht ihre Zeit.
Doch bin ich unendlich froh und dankbar, sie entdeckt zu haben und so klar und deutlich sehen zu können, um zu wissen, zu erkennen und zu fühlen, wie ich selbst nun zur Heilung beitragen kann, wie ich selbst nun bewusst mein Verhalten ändern kann – dass ich uneingeschränkt zu mir stehen darf und KANN!

 

Diese Erfahrungen, diese Erkenntnisse hier offen zu geben, ist ein Teil dieser Heilung. Das fühle ich im Moment (wieder) sehr deutlich.
Als ich vor 18 Monaten in einer psychosomatischen Klinik meinem tief vergrabenen `Geheimnis´ (die Blockade, derer ich allein in 5 Jahren nicht ansichtig werden konnte) auf die Spur kam, erkannte ich, dass Vergebung alleine keine Wunde heilt, solange wir nicht wissen, welche Auswirkungen das erlebte in uns hat...
Heute erkenne ich wieder, dass das Erkennen der Verletzung ein unausweichlicher Schritt ist um überhaupt erst den Heilungsprozess in Gang zu bringen. Und je nach dem, wie tief die Wunde ist und wie lange sie zurückliegt, dauert es auch mal länger, antrainierte Schutzmechanismen zu verändern. Das Erkennen und das bewusst öffnende anschauen ist not-wendig, um die Heilung, die Veränderung zu bewirken...

 

Ich teile meine Erfahrungen, Kenntnisse und mein Wissen (aus meinem eigenen Heilungs- und Veränderungsprozess) hier und mit allen, weil ich fühle und weiß, dass es DIR helfen kann, eigene Wunden aufzuspüren.
Ich fühle und weiß, dass meine `Offenbarungen´ Impulse setzen, Wirkung zeigen und zu Lösungen führen können und werden.
Die Scham, mich auf diese Weise zu öffnen – der Öffentlichkeit zu zeigen – habe ich (Danke <3 ) größtenteils längst abgelegt :-) Nun ist es an der Zeit, die Scham darüber zu verlieren, meine `Wünsche´, meine tief sitzenden Träume und Visionen zu zeigen, zu `öffnen´, zu äußern → nach Außen zu tragen.
Die Schatzkiste, die in jedem von uns verborgen ist – auch in DIR – möchte endlich ans Licht …

 

Ja, mein Herz <3 ich bin auf dem Weg (mit dir nach oben ins Licht)“ :-)

 

Und all die Schatten, die mit uns `aufsteigen´ zeigen sich dabei verstärkt und vergehen mit jedem weiteren Schritt, mit dem es heller wird... Das ist der (beschleunigte) Prozess meiner letzten Wochen,in denen sich sooo vieles gezeigt und gelöst hat...
Geh mit – dem Licht entgegen – um die letzten Schatten zu erhellen...

 

In tiefer Liebe und Dankbarkeit
deine Monika Anasha <3
12.April 2017 - 8:24h

 


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