Meinem Rückenschmerz auf den Grund gegangen!

 

 


Der Schmerz macht sich wieder häufiger stechend in meiner Bandscheibe bemerkbar. Ausstrahlende Schmerzen hauptsächlich auf die rechte Lendenseite sind schon seit längerer Zeit wieder meine morgendlichen Begleiter.
Obwohl mein Körper und auch Rücken durch meine `Arbeit´ und mein regelmäßiges Power-Yoga gestärkt und trainiert sind...
Dass es etwas mit Schuld und Last zu tun hat, war und ist mir längst klar. Jedoch ist mir nun dabei etwas aufgefallen bzw. hatte ich einen Verdacht, dem ich heute nachgespürt habe: Es befindet sich derzeit alles in der Umkehrung. Das ist keine Theorie oder Mutmaßung, das ist meine persönliche Erfahrung in den vielfältigsten Bereichen meines/unseres Lebens.

 


Diese Erfahrung hat mir den Impuls beschert, auch dies `umgekehrt´ zu betrachten. Rein körperlich werden Rückenschmerzen über (Bauch-)Muskeltraining `behandelt´. Mir ist nun aufgefallen, dass es bei genau diesem Schmerz, der sich anfühlt → sticht – wie damals bei meinem Bandscheibenvorfall – nicht ums anspannen → sprich festhalten geht, sondern er besonders auftrtitt, wenn der Rücken einen Augenblick in die vollkommene Entspannung fällt → also die Anspannung `loslässt´.

 

Hier verursacht dieser Stich wieder sofortige Anspannung - → Das (fest)-halten zur Schmerzvermeidung → Ich bin im Rücken ZU verspannt – zu angespannt → halte zu sehr fest (→ an der Schuld und der Last)...
Während dieser Überlegung und Betrachtungsweise habe ich mich erinnert, wann dieses (körperliche) Problem seinen Ursprung hatte:

 


Es begann, als mein Sohn 8 Monate war. (Das weiß ich deshalb so genau, weil ich schon die Vermutung auf die Schwangerschaft mit meiner Tochter hatte und deshalb nicht geröntgt werden durfte). Damals sprang mir ein Wirbel im Lendenbereich heraus, weil ich meinen Rücken durch das hinabbeugen ins Gitterbett zu meinem Sohn bzw. dem Aufrichten überbelastete. Das war der Ursprung für die immer wieder in der Folge zurückkehrenden Schmerzen.

 


Endlich darauf hin geführt, möchte ich mir nun alles genau anschauen, was sich da an Schuld und Last verbirgt und zusammengezogen hat – was diese körperlichen Symtome ausgelöst hat und sich von da an durch mein Leben zog und verstärkte...

 

 

 

 

Ich habe erkannt, dass es auch um die Beziehung zu meinen Vater geht. Die `Schuld´, das `Gewissen´, die Trauer darin, darüber... Etwas aus der Ahnenreihe wurde wirksam.
Auch dass mein Sohn meinen Schmerz natürlich gefühlt, wahrgenommen hat/haben muss (was bei ihm auch durch folgende Ereignisse zum `Nicht zur Last fallen-Verhaltensmuster´ geführt).
Durch meinen Schmerz der `Belastung´ ist das Gefühl des `Belastung sein´, das mein Vater schon mit sich trug und ich ebenso verinnerlicht hatte, auf meinen Sohn `übergesprungen´.

 


Es ist alles sehr komplex, wie es mir im Inneren gerade als `Ganzes´ in all seinen Verknüpfungen erscheint und nicht leicht in verständliche Worte/Erklärung zu fassen. Aber ich möchte es (vor allem für mich), um das `Bild´ vollkommen ins Bewusstsein zu bringen. Denn es spielt auch das Vater-Thema meines damaligen Partners (Ehemann und Vater meines Sohnes) mit, das uns auf gewisser Ebene verbunden hat. Auch das habe ich heute erkannt. Hier schwingt nun die Tatsache der Schwangerschaft mit herein, die meinen Mann innerlich belastet hat → auch das hat mein Sohn unbewusst wahrgenommen → also hat er doppelt das Gefühl der Last `mitbekommen´ in 2erlei Schwingungen die bei ihm entsprechende Spuren hinterlassen haben.
Bei mir wirkte wohl das Schuldgefühl, weil die Schwangerschaft `noch nicht´ geplant war – ja und in diesem Moment fällt auch die Tatsache mit herein, dass ich selbst ja auch gar nicht geplant war und mich ebenso mein Leben lang für und in meiner Familie als Belastung (und Eindringling) gesehen/gefühlt habe...

 

Der Kreis schließt sich langsam... Ich habe mich mein Leben lang entsprechend verhalten, um eben möglichst keine Belastung zu sein. Dieses Verhaltensmuster hat und lebt auch mein Sohn ebenso perfide perfekt. → Mich nur nicht belasten, mich (ver)schonen mit seinen Belangen, Wünschen, Gefühlen, Problemen... von frühester Kindheit an :-O Mein Verhaltens-/ Vermeidungsmuster hat mein Sohn unbemerkt `mitgetragen´ (und tut es heute noch, weil ihm noch unbekannt).
Ein Verhaltensmuster, das dazu führt, dass man in irgendeiner Weise nur nach der `Daseinsberechtigung´ sucht und sich in manchen Dingen verausgabt um Eltern/Partner oder Geschwister zu entlasten. Die Sehnsucht (die tief verborgen unerkannt liegt) nach Liebe, Annahme, Anerkennung und vor allem Nähe und Geborgenheit lässt uns unser Selbst aufgeben und uns wie ein Camäleon anpassen. Möglichst nicht auffallen und wenn dann NUR positiv! Dafür wird alles/vieles getan. Und hier wird das Leben → dieses Verhaltensmuster → diese Überlebensstrategie zur Belastung. Wir laden uns in einem gewissen Bereich alles mögliche auf um keine Last für andere zu sein (um das Gefühl zu haben, da sein zu dürfen).

 


Meine Schmerzen nun zeigen mir in dieser Erkenntnis, dass es mein Problem ist, die Last, die Schuld loszulassen... Die Angst vor dem Schmerz, wenn ich loslasse → vollkommen entspanne, verhindert im körperlichen Sinne, dass sich das Körpersystem in dieser Region regenerieren kann, und im seelischen, im Energiesystem´, dass die Fehlprogrammierung – der Irrtum in der Überzeugung heilt.

 


Die Angst davor, die Schuldgefühle zu fühlen und loszulassen, verhindert die Entspannung im Körper und in der gesamten Situation. Diese Angst ist es, die der Stich spiegelt. Dieses Thema (mit meinem Sohn) beschäftigt mich schon seit längerem, jedoch habe ich es immer wieder noch verschoben bzw. daran `festgehalten´...
Ja – das schlechte Gewissen gegenüber meinem Sohn, dass ich `ES´ nicht erkannt habe und ihn geschützt, gestützt, ihn gehalten und in seinem Schmerz erkannt habe... Dieses schlechte Gewissen konnte – ja wollte ich nicht loslassen (und nun – soo viele Worte waren nötig um auf den Punkt zu kommen – fließen die Tränen).
Ich WOLLTE mich schlecht fühlen (als Sühne) ob der Schuld, die ich daran trage, dass mein Sohn darunter so gelitten hat und auch heute noch unbemerkt leidet.
Das kannst du deinem Kind nicht erklären wenn du seinen Schmerz und die tiefe Enttäuschung sooo sehr selbst fühlst. Und du kannst es aber auch nicht einfach loslassen → entspannen → ein vollkommen entspanntes Leben führen, solange du weißt, dass es so ist und dein Kind es nicht `weiß´ bzw. gar nicht wissen will, weil nicht verstehen und verzeihen kann...
Ja – wenn auch vergeben und verzeihen zuerst in dir/in mir selbst stattfinden muss...
Doch dieses loslassen macht uns zu schaffen → es belastet mich und verursacht den körperlichen Schmerz.

 


Wie kann ich diese Schuld lösen, wenn ich keinen `Zugang´ finde – meinem Sohn all das mitzuteilen – es nicht `wage´... - - -

 

Die `Schuld´, ihm diese Last mitgegeben zu haben, wenn auch, ohne es zu wissen. Das macht es weder für mich noch für mein `Kind´ leichter. Das Gefühl ist da – die Enttäuschung, die Angst, die Sehnsucht. Sie waren da und sind es noch! Auch für und bei meiner Tochter in anderen Bereichen...

 

SIE hat es sehr treffend kürzlich ausgedrückt: „Man will es einfach nicht hören!“ Die Erklärungen, die zu den Verletzungen geführt haben. - Denn sie ändern nichts an den schmerzhaften Gefühlen – solange die Gefühle einfach noch schmerzen → die Erinnerung daran…
Und das macht es für uns Eltern – für mich so schwer, wenn wir alles selbst erkennen und fühlen – die Verbindung mit unseren Kindern (wieder) aufzunehmen...
Weil die Erklärungen wie Entschuldigungen klingen, und man eben im Schmerz nicht bereit ist, zu verzeihen...

 

Hier erinnere ich mich auch an die letzten Jahre meines Vaters. Seine `Veränderung´ und unsere Verbindung. Wie auch er versucht hat zu erklären und wie schwer es ihm viel, sich mitzuteilen. Er hatte es nie in die Tiefe geschafft, weil ich es damals (auch noch nicht) erkannt, gesehen und verstanden habe → weil ich es eben selbst noch nicht erlebt – erfahren hatte...

 


Sonst hätte ich ihm entgegen kommen können auf diesem Weg der `Annäherung´ und Heilung ebenso... Jedoch hier wirkte auch das Schuldgefühl, es nicht rechtzeitig erkannt zu haben. :-/
Er hat sich in Alzheimer geflüchtet, weil er nicht mehr damit umgehen konnte und keine (Er)Lösung für `seine Schuld´ sah und fand. Er fühlte, dass noch niemand in der Familie `offen´ und bereit war für seine Erklärungen... Ja, diese Erklärungen sind wie Entschuldigungen und doch auch wieder nicht … Es sind einfach nur die klar erkannten Zusammenhänge der Ereignisse und ihrer Wirkungsweise. Doch diese Tatsache schmerzt ebenso... weil sie so nüchtern scheint und so gefühllos...
Solange die Gefühle, die damit verbunden sind schmerzen, wollen wir keine Erklärungen und sind für diese Art der Ent-Schuld-igung nicht bereit. Unbewusst wollen wir, weil wir selbst (noch) leiden, dass auch der andere unter seiner Schuld leidet... Die Erklärung ist für uns dabei wie ein Schuldeingeständnis und eine Schuldzurückweisung zugleich.

 


Ich bin mir bewusst, was passiert ist, wie es gewirkt hat und auch sehr deutlich klar darüber, was daraus entstanden ist. Sowohl bei/mit mir selbst als auch bei/mit meinen Kindern (bei und mit meinen Eltern).
Daraus löst sich die Frage der Schuld auf höherer Ebene auf. Denn die Ursache (für jeglichen Schmerz) zieht sich durch alle vorhergehenden Generationen und wurde immer weitergegeben/übernommen. Und das wird solange weitergehen, solange wir sie nicht anschauen, erkennen und in ihrer Wirkung und Folge ANerkennen...

 


Ich kann nur eines sagen – und das nicht zur Entschuldigung, sondern weil ich es so fühle:
Hätte ich damals (wann auch immer) schon gewusst, warum was wie wirkt und ver-ursacht, hätte ich niemals so gehandelt und gelebt – hätte ich Menschen und vor allem meine Kinder nicht so `be-handelt´, wie ich es getan habe...

 


Und ich bin überzeugt, dass diese Klarheit in ähnlicher Weise jeder Mensch im Laufe seines Lebens irgendwann einmal erkennt!

 


ICH kann mich nur für meine Unbewusstheit und Unwissenheit `entschuldigen´. Alles schmerzhafte und Schmerz verursachende in meinem/unserem Leben entstand und entsteht ausschließlich daraus! Jeder von uns ist Ver-Ursache-r...

 


Hier ist sehr viel Heilungsbedarf – aber die Heilungschancen waren nie günstiger wie in dieser unserer Zeit...JETZT ...

 


Ich entschuldige mich für meine Unwissenheit, mein unbewusst sein und meine lange Blindheit all dessen. Und ich ent-Schuld-ige DEINE Unwissenheit, dein unbewusst sein und deine (noch) Blindheit all dieser Zusammenhänge <3 <3 :-*

 

In Dankbarkeit für mein jetzt bewusst Sein und meine Vergebung -

 

in tiefer Liebe für dein Bewusstsein und deine Vergebung

 

Monika Anasha

13.August 2017 – 8:21h