Frau – Haushalt – Küche

 

 

 

Mein inneres Kind hat mir eben wieder durch eine körperliche Reaktion gezeigt, dass dieses alte Klischee in mir noch nicht ganz erlöst ist...

 

 

 

Mein Partner ist ein wunderbarer Mann, wie ihn sich so manche Frau wünscht. Er macht den `Löwenanteil´ im Haushalt. Für mich war das auch kaum ein Problem, denn den Druck oder Zwang, immer alles penibel `in Ordnung´ zu halten bzw. dass die Küche immer aufgeräumt sein muss, habe ich schon lange hinter mir gelassen. Auch störte mich dabei längst nicht mehr, ob nun jemand kommt oder nicht.

 

 

 

Tatsächlich habe ich einmal zu einem Handwerker gesagt: „Ich bin nicht zum putzen auf der Welt.“ und, dass er es gerne machen könne, wenn es ihn so stört :-D

 

Was er sich bei meiner Aussage dachte (und das spürte ich sehr deutlich) war mir ziemlich gleichgültig. Schließlich war es MEIN Haushalt...

 

 

 

Nun, ich `gehe´ meine Tage in Ruhe an und heute habe ich es mir mit meinem Kaffee auf der Couch gemütlich gemacht um zu `besinnen´, was mein nächster Schritt ist...

 

 

 

Dabei hörte ich meinen Partner in der Küche mit dem Geschirr hantieren.

 

Ich hob die Beine hoch und zog sie an mich. Hier fiel mir sofort die Mauer auf, die ich sozusagen errichtet habe und schon kam alles klar hervor:

 

Mein inneres Kind hat auf ein noch vorhandenes Schuldgefühl reagiert und wollte sich aus `Scham´ verstecken. Das alte Klischee zeigt sich: „Frau gehört in die Küche. Abwasch ist Frauensache“ usw...

 

 

 

Tatsächlich hat es meinen Partner nie wirklich gestört, dass er das meiste macht. Jedoch ist mir dabei aufgefallen, wenn wir uns spiegeln.

 

Das Resonanzgesetz wirkt hervorragend und es ist immer wieder interessant, es zu beobachten – zu erkennen...

 

 

 

Wenn ich mich `schuldig´ fühle nachdem ich im Außen entsprechendes wahrnehme, dann beruht das immer auf der Ausstrahlung meines Partners (oder jeglicher anderer Person), wenn er das, was er gerade tut, eben in diesem Moment gar nicht gerne tut...

 

 

 

Der Spiegel wirkt immer wechselseitig, ganz gleichgültig worum es geht.

 

Wenn ich mich unwohl fühle, weil ein Schuldgedanke willkürlich in mir sagt: „Eigentlich solltest du mehr im Haushalt machen“, dann reagiert mein Partner unbewusst sehr schnell darauf und ich merke, wo ihn gerade etwas stört, auch wenn er nichts sagt.

 

Er weiß, dass er nichts tun muss... Hier ist sein Thema dabei: Unordnung zulassen...

 

Es spiegeln sich immer zwei Themen wechselseitig.

 

 

 

Das ist für uns immer zu BeAchten, dass in einer Beziehung nie nur einer ein `Problem´ hat, sondern dass sich in `meinem´ Problem auch ein Problem meines Gegenübers spiegelt!

 

Das zu erkennen, ist nicht immer leicht und oft geschieht es, dass man die Verantwortung für das eigene Problem gerne dem anderen zuschiebt...

 

Das ist DEINS – heißt es dann – doch es ist immer auch MEINS mit dabei, und das dürfen wir dann für uns selbst betrAchten.

 

 

 

Es ist einfach so, dass wenn ich etwas nicht aus Freude mache, dann mache ich es entweder gar nicht, oder ich beschwere mich nicht (auch nicht lautlos) darüber, dass ich es (alleine) machen `muss´.

 

Denn wenn ich glaube, es unbedingt und jetzt machen zu müssen, kann ich nicht die Verantwortung darüber einem anderen unterschieben und mich ärgern, weil der andere es mir nicht abnimmt, bzw. mir nicht `hilft´...

 

Wenn ich mich jedoch darüber ärgere, dass `man´ mir nicht hilft – wenn mich etwas stört - dann zeigt sich hier nur die Unzufriedenheit darüber, dass ich selbst mit (m)einem Verhaltensmuster nicht im Frieden bin... Mein altes Verhaltensmuster, mein alter Glaubenssatz, meine alte Überzeugung stört mich an MIR selbst !

 

 

 

Das gilt es zu erkennen. Das gilt es aufzuspüren und zu verstehen.

 

Wir stören uns im Außen nur über Dinge, die uns auch im Inneren stören... weil sie einfach nicht (mehr) passen.

 

 

 

Schauen wir uns immer die Dinge an, die uns stören, oder worauf wir reagieren...

 

Es sind Dinge, die sich uns aus unserem Inneren zeigen und verwandelt werden wollen, weil sie nicht mehr stimmig sind...

 

 

 

Es sind Irrtümer, die erkannt und gelöst werden wollen.

 

Alte Glaubenssätze, alte Überzeugungen und alte Verhaltensmuster, die nicht der Wahrheit entsprechen.

 

 

 

Alles Alte will gehen – es möchte dem Neuen Platz machen – was sich zeigt, will angeschaut werden.

 

Wer es nicht anschaut, wird noch viele Gelegenheiten bekommen, wo es sich wieder zeigt...

 

Wer es anschaut, der löst es und kann freier leben...

 

 

 

Achtet darauf, was sich euch zeigt... Es sind Geschenke, die euch heilen wollen.

 

 

 

In unendlicher Liebe und Dankbarkeit

 

© Monika Anasha

 

17.Mai 2016 – 8:10h