Erneute Flaute

 

 

 

Depressiver Abend, unruhige Nacht. Will ich das weiterhin?

 

Mein Innerstes ist antriebslos. Mein inneres Kind ist enttäuscht. Mit der Überzeugung, dass ohnehin alles, was ich anfange, irgendwie blockiert wird, ziehe ich mir ständig eine Bremse nach der anderen an und das legt mich sofort lahm und `stürzt´ mich jedes mal mehr in Verzweiflung.

 

Der Gedanke, aufzugeben und zu gehen wird mit jedem Mal – verlockender …

 

Doch ich will mich an diesen Gedanken nicht `festhalten´. Ich möchte diese Überzeugung endlich auflösen. Den Wirkmechanismen endlich ihre Macht nehmen.

 

Ich weiß tief in mir, dass ich nur – wie Gott in den GmG sagt – das Vertrauen haben `muss´. Ich brauche nur zu tun, was ich tun möchte. Einfach anfangen, einfach loslegen im Vertrauen, dass es passt, dass es klappt. Dann klappt es auch. Dann bricht der Damm.

 

 

 

- Ich weiß es ja -

 

 

 

Doch bisher hat mich jedes kleine Hindernis oder was danach aussieht, bremsen und abwarten lassen. Ich habe mir buchstäblich den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Das ist sch.... Das fühlt sich so besch.... an und ich könnte explodieren und am liebsten dieses System gleich mit hoch gehen lassen.

 

Es muss doch endlich mal Schluss sein mit dem ganzen Druck und Kleingerede, dem klein halten und ausnehmen. Ich hab die Nase so voll - und seit gestern wieder meine bekannten Dauerkopfschmerzen.

 

Schluss damit !!!

 

Es reicht endgültig !

 

Ich mache da nicht mehr mit.

 

 

 

Ich nehme mein inneres Kind an die Hand und lasse mich nicht mehr von seiner Angst lahm legen, sondern zeige ihm, dass nichts passiert. Dass uns niemand aufhält. Ich muss mir nichts aufzwingen lassen. Ich muss mir von niemandem etwas sagen lassen. Ich muss nichts tun, was andere verlangen.

 

Ich habe mich mein Leben lang angepasst. Alles brav erledigt, mich gefügt.

 

Damit ist längst Schluss und diese letzte Hürde – bei Gott – nehme ich Jetzt auch.

 

Was soll´s. Ich bin bereit zu sterben. Ich bin bereit ins Gefängnis zu gehen. Ich bin bereit, mich für verrückt erklären zu lassen.

 

Was kann also passieren, wenn ich ganz einfach nur meine Berufung endlich lebe??? Jetzt beginne, mich hinzustellen und zu sagen, zu zeigen: das bin ich, das kann ich, das möchte ich (geben)...

 

Wer möchte, kommt zu mir. Wer nicht möchte – mich nicht versteht, ablehnt, mich für verrückt hält oder was auch immer... was soll´s?

 

Ich BIN ich.

 

Es bringt mich nicht um! Die Meinung anderer tut mir nicht weh, davon sterbe ich nicht und komme auch nicht hinter Gitter. (Was auch gleichgültig wäre).

 

Es spielt keine Rolle, was irgendwer denkt, sagt oder tut. Es spielt keine Rolle, was um mich aufgrund meines Sein´s passiert. Ich handle aus meiner höchsten Motivation heraus...

 

Es spielt einzig und allein eine Rolle, wie ich von mir denke, was ich von mir halte, ob ich tue, was ich tun möchte...

 

 

 

Ich weiß !... Dass alle Hindernisse und Blockaden sich auflösen, wenn ich nur endlich anfange → einfach loslege ohne Rücksicht darauf, was mein Umfeld daraus macht oder darüber denkt.

 

 

 

Was ICH daraus mache, aus mir mache ist das einzig relevante …!!!

 

 

 

:-) Klingt gerade, als wollte ich mich selbst überzeugen :-P …

 

 

 

Es ist unglaublich, wie `schwer´ ein einzelner Schritt sein kann. Ich weiß, dass dieser Schritt jedoch der entscheidende ist !

 

 

 

Mein Sprung vom 10m Brett …

 

 

 

Mit liebevoller Annahme der Ängste meines inneren Kindes und dem Wissen, dem Bewusstsein aus dem Jetzt kann ich springen und gehe nicht unter...

 

 

 

© Monika Anasha

 

18.März 2016