`Seltsame´ Synchronizitäten

 

Nun sitze ich hier und gebe gerade mal wieder auf. :-D Gestern hab ich noch einen Text darüber geschrieben (übers Aufgeben) und `wollte´ ihn auf FB `verbreiten´. Doch mein Internet lud seeehr langsam... Ich spürte schon die Grenzen meiner Geduld aufkommen und – ja, auch meine alte Neigung, nicht auf zu geben.
Doch letztendlich gab ich auf. Zuerst war da leichte Frustration, dann eine Mischung aus leichter Resignation und Gleichgültigkeit . Aber abschließend siegte die erleichterte Freude, mich einfach entspannen `zu dürfen´ (HA!)
Wie makaber... Es brauchte wieder äußere Umstände um mir zu zeigen, dass ich entspannen darf !
Dass ich nichts tun `muss´. Dass ich aufgeben, alles loslassen darf.
Ja, dieses Aufgeben ist derzeit ein Thema bei mir. Wiedereinmal.

Schon in der Silvesternacht habe ich die Energie des `aufgeben´s´ gespürt, mit der anschließenden Neutralität und das kommende, entspannende `Sein lassen´ am Neujahrstag.

An diesem Neujahrstag spürte ich absolute Neutralität. Alles stand auf 0. Alles Alte hatte sich scheinbar aufgelöst – so fühlte es sich an – und Neues zeigte sich noch nicht. Völlige Entspannung. Keine Erwartung. Nur entspannte Gelassenheit und tiefer innerer Frieden.
Es war so faszinierend und irgendwie – gelöst, erlösend.
Ich machte mir eine Kanne Tee und las den Spruch: `Mach alles nur für dich´.
Dieser Satz von Stefan Hiene´s Aufwachtee passte gerade soo schön zu meiner in mir entstehenden Energie. Er steht seit dem auf meinem Schreibtisch und hat mich eben auch wieder daran erinnert, dass ich entspannen `darf´. Dass ich mich nicht anstrengen muss und nichts erreichen muss...

Das Phänomen mit dem Internet hat sich nämlich heute fortgesetzt und ließ mich erkennen, dass ich immer noch an etwas `hänge´. Ja, ich `wollte´ noch einmal auf FB den Post von gestern weiter verteilen. >Es hald einfach heute machen – das Internet kann ja nicht ewig `spinnen´< (HAHA) :-P
Will es aber offensichtlich gerade – nur für mich – :-)
Irgendwie gerade seltsam. Ich fühle mich an der Schwelle zu … ja – zu was?? Es fühlt sich an als hätte sich gerade ein – ?hm? – Programm auf meiner Festplatte gelöscht und das neue noch nicht so richtig installiert … Ja, ich weiß … wie kommt man auf die Idee, Gefühle mit den technischen Vorgängen eines Computers zu erklären? - Weiß ich nicht – es fühlt sich halt für mich so an – Punkt .

Es ist wie zwischen 2 Stühlen zu stehen: Der `alte´, auf dem man saß, hat ausgedient, ist absolut keine Perspektive mehr und der neue ist noch nicht `fertig´ - hat noch keinen sicheren `Stand´.
Ich fühle, dass sich mein Leben (im Hintergrund) völlig neu ausrichtet, neu organisiert, jedoch kann ich nichts dazu beitragen, weil ICH nicht weiß, was kommen möchte.
Ich
darf stattdessen derzeit einfach nur entspannt `zusehen´ und beobachten, was sich tut – oder nicht tut – und es geschehen lassen – einfach sein lassen, werden lassen, wie es sich ganz natürlich von selbst ergibt .
Ich darf mich hinein spüren und aufnehmen, annehmen was sich mir zeigt, was sich ergibt und meinen Impulsen folgen – DAS daraus, damit machen, wonach es mich drängt (wie eben alles für mich auf zu schreiben.).
Einfach nur das MEINE tun und alles andere lassen...

Das fühlt sich an wie – ja – einen Same gesät zu haben und zu beobachten, wie er wächst und was er schenkt. Zu spüren, was er braucht um zu wachsen und den Impulsen die er aussendet folgen – wie eben ihn zu gießen und für Licht sorgen ect.
`Interagieren´ fällt mir dazu gerade ein. Ohne zu denken und nach dem Verstand das `richtige´ tun zu wollen...

Mit meinen Pflanzen stehe ich längst in diesem interaktiven, dynamischen Austausch. Nichts erzwingen zu wollen... (Das Gras wächst nicht schneller, auch wenn man daran zieht).
Wenn mein Alpenveilchen blühen möchte, dann tut es das, wenn es nicht blühen möchte, dann darf es das auch, ohne dass ich es gleich auf den nächsten Kompost werfe … und es erfreut mich jedes Jahr wieder mit reicher Blütenpracht :-D

Für mein Leben jedoch `installiert´ sich scheinbar gerade diese interaktive, dynamische
Ge-LASSEN-heit vollkommen. Das fühlt sich ungewohnt an.
Es ist keine Angst da,, dass irgendetwas schief läuft, dass ich was verpasse oder etwas falsch mache, weil ich `nichts´ mache (wir machen nie `nichts´ - wohlgemerkt, doch unser Verstand suggeriert uns das ständig aus alten Programmen). Dieses Programm löst sich glücklicherweise bei mir gerade völlig auf.

Ich fühle Frieden, auch wenn sich gelegentlich noch ein komisches Gefühl im Magen bemerkbar macht, überwiegt die Gelassenheit.

Ich schaue auf mich – ich fühle mich – ich nähre mich.

Ich mache alles nur für mich...

und doch bekommt jeder in meinem Umfeld so viel davon ab, weil ich alles einfach aus meiner (auch in diesem Moment tief empfundenen) Liebe zu meinem Sein von Herzen gerne teile.

Ich bin sooo dankbar für diese Entwicklung – für diese Wandlung und voller Freude, einfach Sein zu dürfen.

Einfach so …

 

© deine Anasha

Freitag, 6. Januar 2017
10:05h