Begeisterung teilen?

 

Seit Tagen bin ich schon ohne Inspiration, energielos und lustlos.
Glücklich, dankbar und erfüllt damit einerseits und doch zunehmend unruhig, enttäuscht und leicht frustriert – nein frustriert eher nicht – unzufrieden passt besser auf dieses Gefühl...
Woher kommt die Unzufriedenheit, wo ich doch in dem meisten Momenten → den Momenten des Genießens, was gerade ist → was sich in der Natur → in unserem Garten entwickelt, vollkommen im Frieden und voller Dankbarkeit glücklich und erfüllt bin? Das Gefühl – nein, ein Gedanke, dass das nicht reicht – dass das glücklich sein, dankbar sein, erfüllt sein und sich erfreuen an dem was ist, nicht reicht...
Aber wozu reicht es nicht? Wofür braucht es denn noch mehr? Und Warum?

 

Es ist der Zustand – die Gefühle, die jeder Mensch im Innersten anstrebt. Was sich jeder Mensch aus tiefster Seele wünscht... Was soll daran nicht genügen??? Dazu `braucht´ es doch dann nichts mehr zusätzlich – und doch stellt sich Unzufriedenheit und Unruhe ein.

 

Ja, dieses Glück, diese Fülle für sich allein zu fühlen, zu erfahren und zu leben ist zwar wunderschön, doch es will sich teilen, es will sich einfach erweitern und vermehren. Und das – erkenne ich gerade – führt in den Unfrieden, wenn es sich nicht ausweiten kann. Wenn ich allein damit bleibe. Wenn ich es nicht mitteilen, verbreiten → meine Fülle nicht ausweiten und mich selbst nicht erweitern kann...

 

Das ist es, was letztendlich zu Unzufriedenheit führt, weil ein innerer Druck nach Außen entsteht, wenn die Fülle kein `Ventil´ bekommt sich zu erweitern.
Aber woraus, warum ist dieser Druck nach Außen entstanden, wo ich doch eigentlich immer alles nach draußen gebe?

 

Ich hatte mich der Leere, die sich vor einigen Tagen eingestellt hat hingegeben und mich dem hingegeben, was nun mal um mich da ist. Habe wahrgenommen, welches Wachstum, welche Entfaltung, welche Fülle in unserem Garten Einzug gehalten hat und weiter Einzug hält.
Die Dankbarkeit und Freude hat mich dabei sooo sehr erfüllt, doch ich habe sie `nur´ mit meinem Partner geteilt. Er wiederum kann es jedoch (noch nicht) selbst fühlen. Er sieht es zwar, weil ich es ihm in meiner Begeisterung auch immer wieder zeige und er findet es interessant, doch kann er meine Begeisterung nicht teilen, weil er (zumindest scheint es mir so) es eben selbst so noch nicht fühlt...

 

Dem Impuls, meine Begeisterung, meine Dankbarkeit, ja die erfahrene, erlebte Fülle um mich `niederzuschreiben´ und weiter zu verbreiten, bin ich nicht gefolgt.
Hier erkenne ich gerade, dass ich zwar meine Entwicklungsprozesse – wie diesen auch eben wieder – mitteile, aber meine höchste Freude und Begeisterung `behalte´ ich für mich ?!?
Ist das nicht verrückt?

 

Ich bemerke auch gerade, dass das damit zusammenzuhängen scheint, dass mein Partner sich (scheinbar) davon nicht so recht begeistern lässt... Das Programm, niemanden mit meiner Begeisterung und Freude zu behelligen, weil es nicht `ankommt´, läuft hier noch ziemlich gut – stelle ich gerade fest...
Meine `kindliche´ Begeisterung wurde auf diese Weise, bzw. aus diesem Grund von mir sehr erfolgreich unterdrückt. Nun, wo ich sie wieder gefunden – ausgegraben habe und sie im engsten Umkreis zu zeigen begonnen habe, stellt sich natürlich auch Enttäuschung ein, weil der tief sitzende Glaube die entsprechende Resonanz erzielt → eben nicht anzukommen damit.

Meine Begeisterung nicht vermitteln, nicht teilen zu können, weil nicht `angenommen´werden kann → weil eben `noch nicht´ gefühlt werden kann → weil man auch vielleicht nicht offen ist für diese Fülle und Begeisterung?...

 

Nun, zu durchbrechen ist diese `Unzufriedenheit´ aus der Enttäuschung auf Grund des wirksamen Glaubenssatzes wohl am besten, wenn ich beginne, auch meine freudvollen, erfüllenden (Entwicklungs-) Ergebnisse mitzuteilen.
Ich frage mich gerade, warum ich das nicht längst getan habe und ob ich denn so wenige bzw. bisher keine erfreulichen Entwicklungen mitzuteilen hatte??

 

Fakt ist – was sich tief aus mir gerade heraushebt – dass hier ein weiterer Glaubenssatz wirkt, der damit zu tun hat, dass viele Menschen (bisher) auf freudige, glückstrahlende Menschen und ihre `Ergebnisse´, Ihre Erfolge und ihr Glück mit Misstrauen, Unmut und auch Neid reagierten. Oft verständnislos und einschränkend – ja ausbremsend wirkten.

Und um in meiner Freude und Begeisterung nicht wieder ausgebremst und demotiviert zu werden, (be)halte ich sie unbewusst zurück... (was heute im Wandel aber noch mehr demotiviert).

 

Es ist gerade wieder sehr erstaunlich und faszinierend für mich, wie tief ich durch mein `niederschreiben´ in mein Innerstes vordringe und alte noch versteckt wirksame Programme erkennen und heben kann. :-) <3

 

Dann werde ich mich nun daran machen, meine begeisternden und freudvollen `Erfahrungen´,die mich sooo sehr mit Dankbarkeit und Erstaunen erfüllen, aufzuschreiben um auch diese mit Euch allen zu teilen und so die Begeisterung und Freude zu erweitern …

 

In tiefer Dankbarkeit an mein Sein und deine liebevolle Annahme <3

 

© Monika Anasha
16.Mai 2017 – 10:58h

 


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