Uralte Wunden und emotionaler Schmerz möchte gefühlt und geheilt werden:
Wir kommen in dieses Leben, in eine Familie und lernen das Zusammenleben in den ersten 3 Jahren in erster Linie durch unsere Eltern kennen...
Wir lernen den gegenseitigen Umgang - wie Frau mit Mann und wie Mann mit Frau umgeht und das `zusammen leben´ gestaltet ist - von unseren Eltern.
Wir lernen auch kennen, wie `Frau´ mit Kind und auch wie `Mann´ mit Kind umgeht...
Wenn Geschwister da sind, dann lernen wir unterschiedliche Facetten dieser `Umgangsformen´ zwischen den Eltern und den verschiedenen Kindern kennen. Dies ist unsere erste `Welt (Ordnung).
Diese `Umgangsformen´ prägen unsere ersten 3 Jahren. Doch sie prägen von da an auch unser Leben.
Wenn wir dann mit anderen Menschen im Kindergarten oder im weiteren Umfeld in Berührung kommen, geben sich weitere Umgangsformen dazu.
Jedoch unsere Prägung aus der familiären Struktur bleibt `haften´. Sie ist es in der wir uns am meisten bewegen - den `engsten´ Kontakt hatten und weiter haben.
Unser `Beziehungsbild´ wird über diese ersten Umgangsformen geprägt. Und unser Selbstwertgefühl...
Was wir in diesen ersten 3 Jahren in unserer Familie erfahren und (kennen)lernen ist unser `Grundprogramm´ mit dem wir das Zusammenleben und die Menschen `bewerten´.
Die Haltung und das Gefühl, mit dem wir anderen Menschen `gegenüber´ treten - in dem wir mit anderen Menschen `in Kontakt´ gehen.
Wenn wir nun im Kindergarten und später in der Schule mit anderen Kindern und deren Familien - DEREN Umgangsformen in Kontakt kommen, erfahren wir entweder eine Bestätigung unserer eigenen `Erfahrungen´ oder aber wir erleben völlig andere Umgangs- und Verhaltensweisen, die mit unserem Erlebten kollidieren.
Wenn sich die Umgangsformen im Außen, bei Anderen von den erlernten, selbst erfahrenen unterscheiden, wird uns das auf unbewusster Ebene sehr verunsichern. Wir stehen hilflos diesen `fremden´ Verhalten gegenüber.
Ob es nun ein überaus positives Kerngefühl ist, das wir kennengelernt haben - oder mehr noch, wenn wir drückende und schwere Be- bzw. Erziehungsformen kennengelernt haben.
Denn das was wir in der Familie (kennen)gelernt haben, ist das einzige, was wir bis dahin kannten und was uns `vertraut´ ist.
Es ist tief geprägt - wir leben täglich weiter darin - in dieser Struktur - in diesen Umgangsformen. Es sind unsere `Kernerfahrungen´...
Im Falle von destruktiven druckvollen Be- und Erziehungsformen stehen wir vor großen Herausforderungen. Den Konflikt der sich durch völlig andere - weichere - Umgangsformen ergibt zu bewältigen.
Wir beginnen zu beobachten - weil wir verstehen wollen und nicht wissen wie wir damit umgehen sollen. Weil diese Umgangsformen so anders und teils völlig neu sind ?!?
Wir suchen nach vertrauten Anzeichen. Nach den selben Mustern, die wir kennen und mit denen wir uns `sicher´ fühlen. Die uns `vertraut´ sind...
Wenn wir in der Familie und in der Gesellschaft mit völlig unterschiedlichen Umgangsformen - `Beziehungsmodellen´ in Berührung kommen, verunsichert das enorm.
Gleichgültig ob wir nun in einer sehr liebevollen und berührungsfreundlichen Familie aufwachsen oder in einer strengen und berührungsarmen Familie...
Jedoch gibt es in der Auswirkung und tief im Inneren erhebliche Unterschiede.
Während ein Kind, das in einer liebevollen und berührungsfreundlichen Umgebung/Familie aufwächst einen starken `Rückhalt´ und die tiefe innere Sicherheit der familiären Grundstruktur in sich trägt (positive Kernerfahrung), wird das Kind aus einer strengen und berührungsarmen Familie ggf. in tiefer Verunsicherung bleiben.
Es wird versuchen, den Kontrast zwischen dem (zuhause) Erfahrenen und dem erleben im `draußen´ zu verstehen.
Es wird versuchen die Menschen zu verstehen - es wird versuchen seine Eltern zu verstehen, wird aber möglicherweise keine Lösung finden - kein Verständnis erfahren.
>>Wir wissen, dass solche Erziehungsstrukturen früher `normal´ waren. Wir wissen heute, dass solche destruktiven Familienstrukturen teils selten nach außen getragen bzw. sichtbar wurden. Wir wissen, dass diese Strukturen nach außen oft auch `kaschiert´ wurden.
Doch auch wenn eine strenge Erziehung `bekannt´ war, so wusste niemand, WIE sich diese Er- und Beziehungsmuster TAT-sächlich am Kind `ausdrückten´ und wie es sich auswirkte. <<
Aber, wir als Kind haben es erlebt und erfahren. Tagtäglich, doch keiner sprach darüber.
Früher wurde ein Kind auch ausgelacht, wenn es sein `Leid´ klagte, weil es normal war `bestraft´ zu werden - weil es sich das schon `verdient haben wird´ ...
Wir erlebten und erfuhren diese Umgangsformen als NORMAL. Als unumstößlich - und waren hilflos in unserem Kind sein -
Wir entwickeln dazu auch Schuldgefühle -> haben wir es ja wohl verdient, so `behandelt´ zu werden, also nicht `jammern´ <-
Dies kann sogar soweit führen, dass wir im weiteren Leben sogar danach suchen und unbewusst Situationen heraufbeschwören, in denen wir wieder so `behandelt´ werden - um uns wieder `sicher´ zu fühlen.
Jaaaa - so verquer das klingen mag. Aber wir haben diese `Behandlung´ und das Leiden darunter als Grundstruktur geprägt - es ist uns vertraut und damit wissen wir umzugehen.
Deshalb fühlen wir uns dann auch damit wohler, als mit anderer (weicherer) Behandlung und Umgangsform.
Obwohl wir uns nach `Weichheit´ und `Liebe´ sehnen, können wir sie aber nicht lange in unserem Leben `aushalten´...
Dazu kommt noch, dass wir uns schämen - zum einen, dass wir darunter leiden, zum anderen, dass wir uns `Liebe´ und Berührung wünschen...
Wir verbergen unser `Leiden´ deshalb.
Wir verlieren das Vertrauen und bauen Schutzmauern um uns. Wir können uns selbst `vertrauten´, geliebten Menschen in einer Beziehung nicht mehr öffnen oder darüber sprechen.
Wir leiden still und heimlich - nach außen stark und `standhaft´.
Wir versuchen `um alles in der Welt´ ein Bild der Sicherheit und Stärke nach außen zu vermitteln.
Wir haben gelernt uns und alles `unter Kontrolle´ zu halten.
Das führt dazu, dass in unseren Beziehungen sich keine echte und ehrliche Verbindung aufbauen kann.
Die Erfahrung, dass wir ausgelacht und abgewertet werden, wenn wir unser `leiden´ - unserer Gefühle äußern - lässt uns in jeder Beziehung kapitulieren wenn es emotional herausfordernd wird.
So zerbrechen immer wieder unsere Beziehungen. Denn wir haben bei den erfahrenen strengen Erziehungsformen `Liebe´ soo nicht kennengelernt.
Wissen nicht - haben nie erfahren oder erlebt, wie man mit weichen Umgangsformen - weichen Gefühlen oder gar `Verständnis´ umgeht. Wie `weiche´ Beziehungsformen gelebt und ausgedrückt werden...
Hier dürfen wir Heilung geschehen lassen.
Hier dürfen wir `lernen´ unseren Schutzpanzer abzulegen.
Wir dürfen uns öffnen und vertrauen.
Uns `anvertrauen´ ...
Denn Liebe ist real - Du bist geliebt - Du wirst gesehen in deinem Konflikt und deinem Leiden ❤
Lassen wir es zu zu heilen.
Schenken wir Vertrauen und ebenseitig Verständnis ❤
Es darf heilen - auch DU darfst lieben und Liebe erfahren ❤
Monika Anasha
deine Hüterin der Seelen
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