Du kannst dich hier ganz einfach meiner Lesung des Artikels `hingeben´ 
- oder Ihn gerne auch selbst lesen...


Warum `erziehen´ wir unsere Kinder?

 Begleitend zum Video, in dem ich sehr direkt und radikal spreche, möchte ich noch ein paar Fragen und Anregungen mit dazu geben...

 

Mal ganz ehrlich, habt ihr euch diese Frage schon einmal gestellt? Warum `erziehen´ wir unsere Kinder? Warum glauben wir, sie erziehen zu müssen, anstatt sie unbeschwert aufwachsen zu lassen und ihnen die Möglichkeit und den Rahmen zu bieten, ihr innerstes Potential ungestört zu entwickeln und ihrer Bestimmung zu folgen?

Was veranlasst uns dazu, an unseren Kindern herum zu ziehen?

 

Der Punkt ist, wir sind uns nicht bewusst, was wir tun und warum ... wir machen es, weil auch wir erzogen wurden und weil es immer schon so war.

Viele sagen dann: Es hat uns nicht geschadet, so wird es auch unseren Kindern nicht schaden.

Doch das ist ein fataler Irrtum! Denn wir haben alle Verletzungen erlitten.

Oder hat dir deine Erziehung gut getan? Hast du dich geliebt gefühlt, hast du dich wohl gefühlt, warst du glücklich dabei ???

Ja? Dann bist du eines von sehr wenigen `Kindern´.

Die meisten werden wohl mit NEIN antworten `müssen´...

 

Warum tun wir unseren Kindern dann genau das selbe wieder an ?

Die Aussage, dass es uns nicht geschadet hat, ist keine Aussage, von der wir überzeugt sind, sondern ganz einfach von unseren Eltern oder anderen Personen übernommen, die diese Aussage ebenso vertreten haben aus der Übernahme anderer.

 

Wenn wir uns ganz genau und aufmerksam mit dieser Frage befassen, uns wirklich darauf einlassen, erkennen wir unweigerlich, dass solche Gedanken und Aussagen kaum der Wahrheit entsprechen können. Wir erkennen ganz klar, dass es uns sehr wohl geschadet hat, wir sehr wohl verletzt wurden, als man uns beschränkt hat in unserem Tun. Es hat uns ganz und gar nicht gut getan, dass man uns nicht nach unseren innersten Interessen streben ließ.

Es hat uns unendlich geschmerzt, dass wir nicht angenommen wurden in unserem liebsten Sein und Tun.

Es hat uns geschadet, dass an uns herumgezogen und herumgedrückt wurde, dass uns Dinge in den Geist gestopft wurden, die ganz und gar nichts mit unseren innersten Interessen zu tun hatten.

Wir haben uns ungeliebt und ausgestoßen gefühlt. Wir fühlten uns unfähig und oft auch nur dumm. Wir hatten viel zu oft das Gefühl, nie genügen zu können.

Nie genug können zu können, um gut genug für die Anforderungen zu sein...

 

Nein, ganz ehrlich: Niemand kann und darf sagen, dass uns diese Behandlung nicht geschadet hat!!!

Wir sind immer noch zu großen Teilen verletzte Kinder, die immernoch nach Liebe und Anerkennung suchen... und trotz dem erfahrenen Leiden unserer eigenen Erziehung wollen wir unsere Kinder in gleicher Weise erziehen?

 

Wir haben hier ganz gravierend etwas übersehen – ganz erheblich was verdrängt !

Und wir dürfen endlich hinschauen, was da im verborgenen liegt in uns selbst und die Verletzungen in uns selbst zuerst erkennen und heilen, bevor wir in die schreckliche Versuchung geraten, unsere Kinder genauso verbiegen zu wollen und sie damit genauso zu verletzen, ihnen ebenso das Gefühl zu geben, dass wir sie nicht lieben!

 

Wir dürfen unsere Motivation hinterfragen und uns der Wahrheit stellen...

Wenn unsere Kinder unter `Erziehung´ leiden müssen, weil wir immer noch Angst vor dem Urteil der Gesellschaft haben, wir immer noch Angst haben, was die anderen sagen und denken, dann lassen wir unsere Kinder buchstäblich unter unserer Angst leiden...

Ja, ich weiß, dass viele ihre Kinder nur schützen wollen weil unangeapsste Kinder ausgestoßen und verachtet werden.

Doch hier frage ich ganz direkt:

Findest Du es besser, selbst deine Kinder auszustoßen und zu verbiegen, anstatt sie zu lieben und ihnen den Rücken zu stärken bei allem was sie tun? Findest Du es besser, dass dein Kind sich von Dir ausgestoßen und ungeliebt fühlt, anstatt von dir bestärkt zu werden in seinem so sein.

 

Oder ist es nicht besser, deinem Kind zu zeigen und es spüren zu lassen, dass es vollkommen in Ordnung ist, so wie es ist?

Ist es nicht besser, deine Angst FÜR dein Kind in Vertrauen zu wandeln und es zu stärken in seiner Individualität.

Ist es nicht besser, deinem Kind voll und ganz die Chance zu geben, die Du selbst nicht erfahren durftest?

 

Unsere Kinder sind stärker und aufrechter als wir uns das vorstellen können. Unsere Kinder brauchen unser Vertrauen in Sie und nicht unsere Angst vor den anderen...

Unsere Kinder kommen viel leichter mit Ablehnung und Ausgrenzung im Außen zurecht, wenn sie im Innen (in der Familie) durch Annahme und Liebe gestärkt sind.

Das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und ihre Bestimmung, der sie von ganz alleine folgen und sie entwickeln, stärkt unsere Kinder unermesslich in ihrem Tun.

DAS ist die einzige Basis, von der aus unsere Kinder ungehindert und ungestört durch äußere Einflüsse kraftvoll aus sich heraustreten können. Im Vertrauen, dass es passt.

Wenn die Basis aus Angst und Unsicherheit, Einschränkungen und dem Unvermögen zu Vertrauen besteht, dann werden unsere Kinder niemals aus sich heraus und über sich hinauswachsen...

 

Geben wir unseren Kindern und uns selbst heute noch die Chance, herauszutreten aus diesem engen Korsett, dass uns die Gesellschaft angelegt hat.

Beginnen wir, das Bewusstsein über uns selbst und unsere Kinder zu wandeln.

Beginnen wir, unseren Kindern das zu bieten und zu schenken, was wir selbst so schmerzlich vermisst haben...

DAS ist ein Schritt in eine andere Zukunft für unsere Kinder und auch für uns selbst...

 

Fragen wir uns, in welcher Motivation wir unsere Kinder erziehen (wollen).

Und ob wir sie wirklich er – ziehen müssen...

Hinterfrage deine Motivation und stelle dich deiner Angst dahinter.

 

In unendlicher Liebe und Dankbarkeit

© Monika Anasha

1.Mai 16 – 14:15h